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25. April 2015

Flieger über Hütten

Luftsportgemeinschaft Hotzenwald hat für den Flugtag im September schon ein volles Programm.

  1. Die „Travel Air 4000 E“ wird auch beim Flugtag in Hütten zu sehen sein. Einen solchen Typ flog auch Charles Lindbergh. Foto: frank herzog

RICKENBACH (BZ). Am 12. und 13. September findet der internationale Flugtag Hütten-Hotzenwald auf dem Segelfluggelände in Hütten statt. Das Organisationsteam der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald plant einen Großflugtag. Besonders die Zusammenstellung des Flugprogramms steht nun im Fokus der Vorbereitungsarbeiten, wie die Organisatoren in einer Pressemitteilung berichten. Die Segelflieger erwarten rund 10 000 Besucher, die ersten Programmpunkte stehen schon fest.

Ein Höhepunkt werden der Pressemitteilung entsprechend die "Antique Aeroflyers" aus Mengen sein. Sie werden das Flugprogramm gleich mit vier Flugzeugen aus den 20er- und 30er Jahren bereichern. Die Travel Air 4000 E ist ein amerikanischer Doppeldecker mit einem 7-Zylinder Motor mit mehr als 240 PS. Der berühmte Atlantikflieger Charles Lindbergh flog die gleiche Maschine im Postdienst. Die Maschine wurde 2011 in Mengen liebevoll aufbereitet. Mit der Ryan STA Special ist auch der "Bugatti" unter den Flugzeug Oldtimern der 30er Jahre dabei. Sie ist die erste in Serie gebaute Konstruktion in Aluminium-Monocoque-Bauweise und bekannt aus drei Hollywood Filmen.

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Bei der Planung des Programms sollen aber nicht nur Oldtimerfreunde auf ihre Kosten kommen – die Segelflieger vom Hotzenwald möchten wieder ein möglichst breites Programm auf die Beine stellen. Mit Thomas Bader wird es etwas schneller zur Sache gehen – er fliegt eine Extra 330 SC. Dabei handelt es sich um einen einsitzigen Kunstflug-Tiefdecker mit sechs Zylindern und über 300 PS. Diese Maschinen werden laut Organisatoren auch bei den Red Bull Air Races geflogen und sind der Inbegriff des modernen und schnellen Motorkunstfluges. Sie sind zugelassen für G-Kräfte, bei denen der Mensch an seine Grenzen kommt und erreichen Geschwindigkeiten von über 400 Stundenkilometern.

Die Fallschirmspringer aus Freiburg werden einen ruhigeren Ausgleich dazu bieten. Nach dem Absprung können sie fast lautlos Formationen einnehmen und an den Himmel über Hütten zaubern. Wer am Flugtag 2009 dabei war, erinnert sich vielleicht noch an das Hubschrauberballet von der französischen Formation Tango bleu. Die von Tango Bleu geflogenen Robinson 22 sind die in ihrer Kategorie laut Mitteilung am weitesten verbreiteten Hubschrauber. Diese kleinen Maschinen sind sehr instabil, dafür jedoch sehr wendig – ideal also, um damit eine einzigartige Choreographie zu fliegen. Das hat nicht nur den Zuschauern sehr gut gefallen, sondern auch dem Organisationsteam – da es nichts Vergleichbares gibt, wird diese "Tanzvorstellung" nicht fehlen.

Die Modellfluggruppe Wehr wird die Luftsportgemeinschaft wieder mit ihren detailverliebten Modellen unterstützen und die Fliegerei greifbar machen. Im Moment laufen Anfragen an weitere Teams und Highlights. Das Organisationsteam wird erneut von Dennis Stächelin (Segelfluggruppe Wehr) geleitet – 2009 belebte er den Flugtag neu und übernahm 2013 zum zweiten Mal die Organisation. Nachdem der letzte Flugtag unter dem schlechten Wetter litt und nur ein eingeschränktes Programm zuließ, hoffen die Flugenthusiasten der auf besseres Wetter.

Autor: bz