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06. Mai 2009

Die CDU wird wiederbelebt

Dornröschenschlaf beendet / Johannes Ruch führt künftig den Ortsverband Hinterzarten

  1. Der neu gewählte Vorstand des CDU-Ortsverbands Hinterzarten mit dem Kreisvorsitzenden Patrick Rapp (2. von rechts) Foto: Dieter Maurer

HINTERZARTEN (ma). Johannes Ruch führt den CDU-Ortsverband Hinterzarten. Der 38-jährige Betriebswirt war bei der Jahresversammlung im Hotel "Schwarzwaldhof" einziger Kandidat. Stellvertreter ist Hotel-Betriebswirt und Koch Peter Gutzweiler (42), der zudem das Amt des Schriftführers übernahm.

Die Kassengeschäfte übernimmt der bisherige Vorsitzende, Borwin Herzog zu Mecklenburg. Beisitzer sind Rosa Ruch und Karl Harter. Der Rektor i. R. gehört der Ortsgruppe seit über vier Jahrzehnten an und wurde dafür geehrt. Die Kasse prüft Hansjörg Eckert.

Nach mehrjährigem "Dornröschenschlaf" tritt der CDU-Ortsverband fünf Monate vor der Bundestagswahl wieder auf den Plan. Der bisherige Vorsitzende Borwin Herzog zu Mecklenburg erklärte die Pause so: "Unsere Aktivitäten waren mehr nach innen gerichtet." Zudem stelle sich die Frage, was ein kleiner Ortsverein in einer Kommune ohne politische Parteien im Gemeinderat überhaupt leisten kann. Kreisvorsitzender Patrick Rapp sprach von einem "gelungenen Start zu einem Neuaufbruch." Politische Basisarbeit sei von großer Bedeutung: "Viele Bürger in Hinterzarten sympathisieren mit der CDU. Es gilt jetzt, sie zur Mitarbeit zu animieren." Der CDU-Ortsverband sollte seine Vorstellungen bei wichtigen kommunalpolitischen Themen einbringen. Bernhard Schindler, stellvertretender Kreisvorsitzender und Vorsitzender der CDU Titisee-Neustadt, ermunterte den Ortsvorstand, sich auch überörtlich zu engagieren und Abgeordnete als Referenten zu bestimmten Themen einzuladen.

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Johannes Ruch will die Stagnation des Ortsverbands beenden: "In den letzten Jahren hat sich nichts bewegt. Da muss neues Leben reinkommen." Sorge bereite ihm die hohe Mehrwertsteuerbelastung für die Gastronomie: "So sind unsere Hoteliers gegenüber den Nachbarländern nicht konkurrenzfähig." Für 2010 kündigte Ruch eine Fusion mit dem Ortsverband Breitnau an. Die Gespräche seien geführt, die Weichen gestellt.

In Breitnau sehen die Funktionsträger dies anders. Ludwig Faller, der zusammen mit Bernhard Wangler und Eduard König, den "stillgelegten" Ortsverband vertritt, erklärte: "Wir wollten eine Zusammenarbeit." Für den 31. Oktober 2008 sei ein Gespräch mit Johannes Ruch geplant gewesen, "wurde aber von Ruch abgesagt." Ein ins Auge gefasster Nachholtermin Anfang Dezember habe ebenfalls nicht stattgefunden: "Seither ist nichts mehr geschehen."





Autor: ma