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07. August 2009 06:40 Uhr

Neue Fälle in Südbaden

Hüftprothesen: Hersteller bestreitet Probleme

Problematische Hüftprothesen sorgen weiterhin für Verunsicherung in Südbaden – auch in Titisee-Neustadt und Breisach kamen sie zum Einsatz.Der Hersteller bezeichnet seine Produkte derweil als fehlerfrei.

  1. Diese Prothese kann ein natürliches Hüftgelenk ersetzen. Foto: Michael Bamberger

Auch die Helios-Kliniken in Breisach und Titisee-Neustadt haben in Einzelfällen die Problemprothesen eingebaut. Dort wurden in den vergangenen vier Jahren neun potenziell fehlerhafte Hüftgelenke eingesetzt; das gab der Klinikkonzern auf Anfrage bekannt. Alle möglichen Betroffenen sollen nun zu einer Nachuntersuchung eingeladen werden. Weitere Fälle in anderen südbadischen Kliniken drohen laut BZ-Recherchen aber nicht.

Das entsprechende Modell war im Freiburger Loretto-Krankenhaus in Verdacht geraten, Löcher im Knochen der Patienten zu verursachen. Deshalb soll es bei mindestens 29 Patienten zumindest in Teilen bei einer Operation ausgetauscht werden.

Wie eine BZ-Recherche ergab, kam das problematische Modell in anderen südbadischen Krankenhäusern nicht zum Einsatz. Der Prothesenhersteller, die Firma Zimmer, bestritt am Donnerstag, dass "die angeblichen Beobachtungen" auf Fabrikationsprobleme zurückzuführen seien. Darauf gebe es keinen Hinweis. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand seien die Produkte fehlerfrei. Dementsprechend habe Zimmer auch zu keinem Zeitpunkt Ungenauigkeiten bei der Produktion eingeräumt – was wiederum im Gegensatz zu den Aussagen des Orthopäden Marcel Rütschi aus der Lorettoklinik steht. Das Bruder-Klaus-Krankenhaus in Waldkirch gab derweil bekannt, dass inzwischen alle Patienten, denen dort eine entsprechende Prothese eingebaut wurde, über die möglichen Probleme persönlich informiert worden seien.

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Autor: Michael Brendler