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22. Juli 2011

Der Gewalt vorbeugen

An der Ihringer Albert-Schule fanden zum ersten Mal Gewaltpräventionstage statt.

  1. Bei den Gewaltpräventionstagen an der Albert-Schule in Ihringen zeigte Stockkämpfer Thomas Speier den Schülern Bewegungsabläufe und Konzentrationsübungen mit dem Stock. Foto: privat

IHRINGEN (dl). Die Albert-Schule Ihringen beendete das diesjährige Schuljahr mit einer Premiere. Zum ersten Mal fanden drei Gewaltpräventionstage für die Schüler der Klassen 7 bis 9 an der Ihringer Schule statt.

Hierfür hatten sich die Lehrerin Renate Wohlfarth, die Suchtbeauftragte der Schule, Elena Baumstark, und der Ihringer Jugendreferent David Leiser zusammengetan, um gemeinsam mit den Schülern drei Tage intensiv an dem Thema "Gewalt, Mobbing und Unterdrückung" zu arbeiten. Sozialpädagoge David Leiser arbeitet seit Februar 2011 mit 9,75 Stunden an der Albert-Schule und begleitet auch die Streitschlichterausbildung an der Förderschule.

Die Gewaltpräventionstage standen unter dem Motto: "Wer ich wirklich bin, erkenne ich erst im Umgang mit anderen." Der Schwerpunkt der drei Tage lag auf praktischen Übungen und Selbsterfahrungen, um das Bewusstsein für sich und die Mitschüler zu schärfen und gewaltfreien Umgang miteinander möglich zu machen.

Die Klassen 7 und 8 probten seit Wochen an verschiedenen Theaterszenen zum Thema Unterdrückung im (Schul-)Alltag. Jetzt zeigten die Schüler als Opfer, Täter und Zeugen auf der Bühne, wie ein Konflikt eskalieren kann. Das Publikum hatte, nach der Methode des Theatermachers Augusto Boal, die Aufgabe, in die Szene einzugreifen, um das Opfer zu schützen. Anschließend wurden erlebnispädagogische Interaktionsspiele angeboten.

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Außerdem kam Stockkämpfer Thomas Speier von der Freiburger Schulprojektwerkstatt zu Besuch, um den Schülern Bewegungsabläufe und Konzentrationsübungen mit dem Stock beizubringen. Eine vertrauensbildende Übung war das Ausweichen aus der Gefahrenzone durch lang eingeübte und kontrollierte Bewegungen, so dass jeder mit Leichtigkeit der drohenden Gefahr entgehen konnte. Fairness und Konzentration waren die wichtigsten Voraussetzungen bei diesen Übungen.

Schließlich wurden zwei Filme der Medienwerkstatt "Kifrie" aus Berlin zu dem Thema Gewalt gezeigt und aufgearbeitet. Am letzten der drei Projekttage besuchte der Jugendsachbearbeiter der Breisacher Polizei, Klaus Keitz, die Ihringer Schule, um die rechtliche Konsequenzen von Gewalt aufzuzeigen. Am Ende waren die Schüler von der Arbeit begeistert. Finanziert wurde das Projekt mit Hilfe des Fördervereins der Albert-Schule Ihringen.

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es unter http://www.kifrie-medienwerkstatt.nbhs.de und http://www.freiburger-spielwerkstatt.de

Autor: bz