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24. August 2015

Und dann ging’s auch in die Luft

Mit dem Inzlinger Sommerferienprogramm auf dem Flugplatz in Herten.

INZLINGEN / HERTEN (). Der uralte Menschheitstraum vom Fliegen: Die Besichtigung des Flugplatzes in Herten inklusive Rundflug im Rahmen des Inzlinger Sommerferienprogramms war am Freitagnachmittag mit elf Kindern gänzlich ausgebucht. Voller Neugier ließen sie sich von Karsten Lorenz den Flugplatz und die Flugzeuge erklären.

Zum drittem Mal stand der Besuch des Flugplatzes Herten auf dem Programm der vom Verein Mäuslehäusle organisierten Ferienaktion. Und dieses Jahr passte auch das Wetter, nachdem der Flugplatzbesuch vergangenes Jahr wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste, wie Tina Limmer berichtete. Weil die kleinen Flugzeuge nach Sicht fliegen und der Pilot mindestens acht Kilometer weit sehen können muss, können sie nur bei gutem Wetter fliegen, erklärte Karsten Lorenz, Fluglehrer und Vorsitzender des Vereins Luftsportgruppe Südwest den Kindern. Schließlich gibt es in der Luft weder Leitlinien noch Seitenpfosten, an denen man sich orientieren kann. Im Hangar stellte Lorenz zunächst einen Motorsegler vor, ein inzwischen 35 Jahre altes Flugzeug, das noch aus Holz gebaut ist. Heute werden Flugzeuge aus Aluminiumblech hergestellt. Der Motorsegler hat mit 13 Metren Spannweite relativ lange Tragflächen, die dem Flugzeug Auftrieb geben und es in der Luft halten. Der Propeller zieht den Flieger nach vorne und gibt ihm Geschwindigkeit. Sein Tank fasst 40 Liter Treibstoff, damit kann es drei Stunden lang fliegen. Und mit etwa 470 Kilogramm Leergewicht ist es relativ leicht, erklärte Lorenz. Mit dem Motorsegler kann man auch bei ausgeschaltetem Motor einfach segeln. Bei einem Kilometer Flughöhe kommt es so 22 Kilometer weit.

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Gespannt hörten die Kinder zu, berührten das Flugzeug und schauten neugierig ins Cockpit. Sogar hineinsitzen und am Steuerknüppel hantieren dürfen sie.

Karsten Lorenz zeigte ihnen die 800 Meter lange und mit Sicherheitstreifen 60 Meter breite Start- und Landepiste, auf der die Mitglieder des Vereins regelmäßig das Gras mähen müssen. Zwei Windsäcke zeigen die Windrichtung an. Da Flugzeuge schneller als der Wind sein müssen, starten sie immer gegen den Wind. "Und was ist, wenn der Wind von der Seite kommt?", fragte ein Mädchen, da die Piste nur zwei Richtungen hat. Manche Piloten mögen das gar nicht, andere finden es reizvoll, weil es eine Herausforderung darstellt. "Das ist wie, wenn man über den Rhein schwimmen will: Man muss woanders hinzielen als dahin, wo man hinkommen will", erklärte Lorenz. Er zeigte den Kindern auch ein 320 Kilogramm leichtes Ultraleichtflugzeug Baujahr 2011, nahm sie mit zur Flugleitung und schließlich durften sie mitfliegen. Ein Abenteuer, das großen Spaß machte.

Autor: Thomas Loisl Mink