Bundeswettbewerb

Jugend forscht: Preise für Lörracher Jungforscher und das HTG

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 28. Mai 2018 um 12:12 Uhr

Lörrach

Zweite Plätze in Darmstadt: Beim Bundeswettbewerb Jugend forscht sind Feinstaub-Tester und das Hans-Thoma-Gymnasium erfolgreich gewesen.

Das Feinstaubprojekt hat am Sonntag in Darmstadt beim Bundeswettbewerb Jugend forscht einen Sonderpreis bekommen und den zweiten Platz im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften belegt. Das zweite Team des Phaenovum-Schülerforschungszentrums Lörrach-Dreiländereck ging leer aus. Dafür erhielt das Hans-Thoma-Gymnasium (HTG) einen der beiden zweiten Plätze des Schulpreises, teilte Phaenovum-Geschäftsführerin Helga Martin mit.

Zweiter Preis für das Feinstaub-Projekt

Leander Hartenburg (16) und Leon Klein (16) vom HTG gewannen mit ihrem Feinstaubprojekt den mit 2000 Euro dotierten zweiten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften sowie den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis des Verbands der Deutschen Schulgeographen. Mit ihrer Low-Cost-Luftanalyse mit dem Projektnamen "FeiSoLo – Durchblick im Feinstaubnebel!" machten sie sich daran, die in manchen Städten – wie Lörrach – raren Daten zur Feinstaubbelastung zu füttern.

Sie bauten mit kostengünstigen Streulichtfotometern in ihrer Heimatstadt ein Messnetz mit 19 Sensoren auf. Einige der Messstationen übertragen die Daten per WLAN an einen Server, andere per Funk; manche verfügen über einen Anschluss ans Stromnetz, andere nutzen ein Solarmodul mit Akku.

Zudem erstellten die Jungforscher mit einem Wetterballon und durch zusätzliche Low-Cost-Sensoren Vertikalprofile des Feinstaubs und anderer Luftschadstoffe. Im Vergleich zu den Daten teurer Messapparaturen war die Qualität ihrer Messwerte durchaus überzeugend. Damit zeigten die beiden, dass Feinstaubmessungen in Städten kostengünstig zu realisieren sind.

Preisübergabe mit Bundesministerin

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht, zeichnete Deutschlands beste Jungforscher und ihre herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) aus. Bei der Siegerehrung im Darmstadtium ermutigte sie die Preisträger dazu, weiter für ein besseres Leben in Deutschland und der Welt zu forschen. Sie gratulierte allen Preisträgern von Herzen zu ihren, wie sie sagte, "herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie viel Talent, Wissensdurst und Schaffenskraft in unseren Nachwuchswissenschaftlern steckt. Wir brauchen in Deutschland junge Menschen, die den Mut haben, Neues zu denken. Menschen, die Ideen und den festen Willen haben, daraus etwas Gutes für jeden Bürger unserer Gesellschaft zu schaffen." Sie freue sich für jeden Preisträger und versprach: "Sie haben den vollen Rückenwind unseres Landes, um Ihren vielversprechenden Weg in der Wissenschaft und Forschung mutig voranzugehen."

An dem Bundeswettbewerb nahmen 182 Jungforscher mit 105 Projekten teil. Er wurde gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck, das in diesem Jahr sein 350-Jahr-Jubiläum feiert.

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften waren Adrian Schorowsky (18), Leni Termann (18) und Lara Neubert (18) aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem ersten Preis am erfolgreichsten. Die drei wollen Plastikschrott, der an Bord von Raumstationen entsteht, direkt im All wiederverwerten. Dafür entwickelten sie ein technisches Verfahren, mit dem sich aus dem Kunststoffmüll neues Material – sogenanntes Filament – als Rohstoff für 3-D-Drucker herstellen lässt.

Alexandra Martin (17), Nahae Kühn (15) und Yasmin Muderris (16) vom HTG waren als zweites Lörracher Team in Darmstadt hatten sich mit ihrem Projekt "Akustische Levitation – Kugeln im Lotussitz" – einem Schwebetrick ohne Magie – fürs Bundesfinale qualifiziert.