Breiter Bogen von Klassik bis Jazz

Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Mo, 20. November 2017

Kandern

Neue Reihe der Kanderner Kirchenkonzerte startet am 20. Januar / Pfarrer wirkt als Klarinettist mit.

KANDERN (ouk). Vielfältigen Musikgenuss und so manche Überraschung versprechen die Kanderner Kirchenkonzerte im Jahr 2018. Zu den Höhepunkten gehört sicher der Abend "unsere Kanderner Orgel im Portrait". Die europaweit gefragte Orgelsolistin Antonina Krymova wird die Merklinorgel der Stadtkirche mit ihrer großen Klangvielfalt vorstellen. Peter Geisler, der auch die Kanderner Bassetthornfestivals mit organisiert, und die Kirchenälteste Barbara Brachmann haben die Konzertreihe zum ersten Mal gemeinsam organisiert. Bei allen Konzerten ist übrigens der Eintritt frei.

Das Programm für 2017 hatte noch der frühere Pfarrer Matthias Weber zusammengestellt. Als er Ende 2016 Kandern verließ, legte er die Organisation der Konzertreihe in die Hände von Barbara Brachmann, so, wie es mit ihr vereinbart war. Beim Pressegespräch zur neuen Reihe erzählt sie, dass "wir noch einen Musikkenner suchten." In Peter Geisler hat die Kirchengemeinde diesen gefunden.

Geisler ist promovierte Erziehungswissenschaftler und arbeitet im Schuldienst mit Schwerpunkt Musik. Er spielt selbst Klarinette, übernimmt in der Region immer wieder Orchesterdienste und kennt daher viele Musiker. Viel suchen müsse er jedoch nicht, berichteten Brachmann und Geisler. "Die Künstler fragen von alleine an." Viele Musiker, die schon einmal in Kandern waren, würden auch gerne wieder kommen.

Musiker schätzten die nette Betreuung, den vorhandenen Flügel und die gute Akustik der Kirche. "Sie hat nicht diese Überakustik wie viele andere Kirchen", erklärte Pfarrer Christian Mack. Auch er wolle in Zukunft bei der Organisation der Kirchenkonzerte mitwirken, berichtete der Theologe, der sein Studium teilweise mit Orgeldiensten finanziert hat, wie er erzählte. Das Trio Viatoribus aus Basel eröffnet die Reihe im Januar mit Barockmusik. Dabei erklingt auch der Zink, ein apartes flötenähnliches Instrument mit Trompetenansatz, erklärt Geisler.

"Nacht der Träume", diese Gedichtzeile inspiriert einen Klavierabend für vier Hände. Einen völlig anderen Musikgenuss, nämlich Volksmusik in modernem Gewand, präsentiert das österreichische Trio JüTZ unter dem Titel "Bergtouren & Alpinbeschallung. Unter dem Titel "Romantik PLUS" tritt Peter Geisler (Klarinette) selbst mit dem Trio Danzon auf.

"Anspruchsvoll, aber frisch und unterhaltsam" wird laut Peter Geisler der Konzertabend "Et puis Paris". Die Flötistin Silvia Bach und die Pianistin Anne Fischer spielen Musik aus dem Frankreich des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Zum Abschluss treten zwei weitere Ensembles aus der Region auf: Der Chor Temporal aus Müllheim verspricht mit Jazz, Pop und Klassik "Chorklang für Genießer". Die Altistin Heike Werner, der Cellist Ceciel Strouken und die Pianistin Bärbel Baumgärtner beenden die Konzertreihe mit einem Abend "zwischen Tag und Träumen".