"Es war viel schwieriger, die Nerven zu behalten"

Irene Bär

Von Irene Bär

Sa, 03. November 2018

Kippenheim

BZ-INTERVIEW: Der Artist Anton Yachuk und seine Truppe wollen in der RTL-Show "Das Supertalent" punkten.

RUST/KIPPENHEIM. Sport war schon seit seiner Kindheit ein wichtiger Teil in seinem Leben, und aus dem hat er einen Beruf gemacht: Mit kraftvoller Artistik wollen Anton Yachuk und seine drei Mitstreiter die Jury in der zwölften Staffel der Samstagabendshow "Das Supertalent" überzeugen. Yachuk ist der Kopf der vierköpfigen Truppe, die seit zehn Jahren zusammen ist. Als "The Beatles" ist die Gruppe heute Abend im Fernsehen zu sehen. Wie es zu dem Auftritt bei "Das Supertalent" kam, erzählte er Irene Bär.

BZ: Wie hat sich aus ihrem Sport ein Beruf entwickelt?

Yachuk: Ich bin da hineingewachsen. Als Kind haben mich meine Eltern bei der Sportschule angemeldet. Es hat sich dann im weiteren Verlauf so ergeben, dass ich über Freunde Kontakt zum Zirkus bekam und so dann von Beruf Artist wurde. Unsere Gruppe besteht seit zehn Jahren, die ersten acht Jahre waren im Sportbereich, seit zwei Jahren ist sie eine Artistengruppe. Vor meinem Engagement am Europa-Park habe ich auf einem Schiff gearbeitet und bin unter anderem in Südamerika und Afrika vor Publikum aufgetreten.
BZ: Wie kam es zu Ihrem Auftritt in der Sendung "Das Supertalent?"
Yachuk: Freunde haben die Idee gehabt, einer hat einfach gemeint "Guys you should go" (Jungs, ihr solltet da hin gehen). Unbekannt war mir die Sendung nicht, 2012 bin ich in einem ähnlichen Format schon mal mit einer Frau in der Ukraine aufgetreten.
BZ: Sie treten da in Anzug und Krawatte auf. Ist das nicht etwas ganz anderes als bei Ihrer täglichen Arbeit in Rust?
Yachuk: Ja sicher, aber als Künstler muss man vielseitig sein. Die Idee als "The Beatles" aufzutreten, hat sich aus der Frage entwickelt, zu welcher Musik unsere Performance passen könnte. Ein Kollege hat versucht, eine eigene Musik zu schreiben, was aber nicht einfach war. Als Beatles zu gehen, war eine spontane Idee nach dem Motto "Warum nicht einmal als. . . ?". Zudem passt der Song, den wir ausgesucht haben, im Rhythmus zu unseren Elementen.
BZ: Die Sendung, die heute Abend zu sehen ist, wurde im Vorfeld aufgezeichnet. Was war da der Unterschied zu Ihrer täglichen Arbeit in einer Show oder im Theater?
Yachuk: Zum einen war es sehr stressig, weil wir die Gegebenheiten, wie zum Beispiel die Bühne, im Vorfeld nicht kannten. Wir waren einen Tag lang bei der Show, das Programm war entsprechend dicht gepackt, weil wir auch Interviews geben mussten und ein Kurzportrait von unserer Gruppe gedreht wurde. Klar, dass uns auch da die Kameras und die Stars nervös gemacht haben. Deshalb war es viel schwieriger, uns auf die Arbeit zu konzentrieren und die Nerven zu behalten. Wir war schon sehr aufgeregt. Außerdem mussten wir die Länge unserer Performance kürzen – vor allem hatten wir nur eine einzige Chance beziehungsweise einen einzigen Auftritt.
BZ: "Ich glaube, so hoch ist hier noch keiner geflogen", sagt Dieter Bohlen laut einer Pressemitteilung des Senders. Was meint er damit?
Yachuk: Es ist eines der spektakulärsten und sportlich anspruchsvollsten Elemente von dem, was wir zeigen: ein dreifacher Salto. Damit der klappt, muss der Kollege gut fünf Meter hoch springen, sonst haut’s nicht hin.
BZ: Sind Sie weitergekommen?
Yachuk: Das dürfen wir natürlich nicht verraten.

Anton Yachuk ist 34 Jahre alt. Yachuk wuchs in der Ukraine auf, lebt seit zehn Jahren in Deutschland und wohnt mittlerweile in Kippenheim. Seit zwei Jahren ist er Artist im Europa-Park, Besucher haben ihn dort unter anderem schon in der Show "Imperio" erlebt.

Die Sendung "Das Supertalent", in der sich zeigt, ob Yachuk und seine Gruppe weitergekommen sind, beginnt heute, Samstag, um 20.15 Uhr in RTL; Juroren sind Dieter Bohlen, Sylvie Meis und Bruce Darnell.