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16. Dezember 2011

Viel Eigenleistung der Schmieheimer Jugendlichen

Am Mittwoch wurden die neuen Jugendräume über der früheren Drahthalle eingeweiht / Vorerst an zwei Tagen geöffnet.

  1. Bürgermeister Matthias Gutbrod und Ortsvorsteherin Christa Dietz (von links) spielen zur Eröffnung der neuen Jugendräume eine Runde Kicker. Foto: Sandra Decoux-Kone

KIPPENHEIM-SCHMIEHEIM (ab). Am Mittwochnachmittag haben Ortsvorsteherin Christa Dietz und Bürgermeister Matthias Gutbrod das neue Jugendzentrum offiziell an die Jugendlichen übergegeben. Zusammen mit dem ehemaligen Jugendbeauftragten Volker Weber und mit großer Unterstützung seitens des Bauhofs haben zehn bis 15 Jugendliche mit viel Eigeninitiative ihre neuen Räume über der früheren Drahthalle gestaltet.

Eine Sitzecke, einen Billardtisch und einen kleinen Raum mit einem Kicker gibt es schon, ein Fernseher, eine Musikanlage oder ein Tisch mit Stühlen sollen auf Wunsch der Jugendlichen noch dazukommen. In einer Ecke steht eine kleine Theke, dort ist auch ein Wasseranschluss für eine kleine Küche vorgesehen.

Es war ein langer Weg bis zur Realisierung. Nach ihrem nicht ganz freiwilligen Auszug aus dem Schloss wurde ein neuer Standort in der Gemeinde heftig diskutiert, bis der Vorschlag vom damaligen Jugendbeauftragten Volker Weber, im Speicher über der Drahthalle das neue Jugendzentrum auszubauen, Gefallen fand. Kein Mensch konnte sich damals vorstellen, dass das funktioniert. Aber die Jugendlichen machten sich gemeinsam mit Weber an die Arbeit.

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Was sie im vergangenen Sommer vorfanden, schien eine schier unlösbare Aufgabe zu sein – der Speicher war voller Gerümpel, Baumaterialien und anderer Utensilien, die örtliche Vereine zwischengelagert hatten. Tatkräftig entsorgte der Bautrupp vor allem Isoliermaterial. Eine Treppe gab es auch noch nicht, der Abfall musste mühsam über eine Leiter nach unten geschafft werden, um es in etwa 20 Containern zu entsorgen. Später halfen die Jugendlichen beim Bau der Treppe, beim Einziehen einer neuen Zwischendecke, beim Verlegen des Bodens, beim Fliesen und beim Wände Streichen, die Koordination dazu lag in den Händen von Bautechniker Klaus Griesbaum. Ortsvorsteherin Christa Dietz freute sich "unglaublich", was aus der einstigen Rumpelkammer geworden sei. Sie habe großes Vertrauen in die Jugendlichen, dass sie ihre Räume nutzen und auch pflegen. Vielleicht käme noch das eine oder andere Mädchen zu der bis jetzt zehnköpfigen Boygroup hinzu. "Das macht die Sache interessanter", meinte sie mit einem Schmunzeln.

Das neue Juze hat mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit ist die Jugendzentrumsleiterin Melanie Bühler Ansprechpartnerin beim Austausch über Schule oder Privatleben, gerne spielt sie auch beim Billard oder Kicker mit. Sie weiß, was die Jugendlichen bewegt, erste Erfahrungen hat sie seit Wochen schon im Kippenheimer Jugendzentrum gesammelt. Die Öffnungszeiten mit zwei Tagen sei ein Startangebot, meinte der Bürgermeister. Dieses könne durchaus erweitert werden, um Tage mit unbetreuten Öffnungszeiten, mit Selbstverwaltung sozusagen. Das habe laut Christa Dietz im alten Jugendzentrum im Schloss weitgehend auch geklappt.

Autor: ab