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17. November 2010
Hommage an bedeutenden Neoklassizisten
Martinu-Festtage in Basel mit sechs Veranstaltungen.
Die 16. Martinu-Festtage widmen dem eng mit der Schweiz verbundenen tschechischen Komponisten Bohuslav Martinu (1890-1959) sechs Veranstaltungen. Sie finden vom 17. November bis zum 1.Dezember an verschiedenen Orten in Basel statt. Der im böhmisch-mährischen Grenzgebiet geborene, in Liestal (Baselland) gestorbene Komponist Bohuslav Martinu studierte in Prag beim Dvorak-Meisterschüler Josef Suk und in Paris bei Albert Roussel. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den er im amerikanischen Exil überlebt hatte, verbrachte er die letzten Lebensjahre als Gast des mit ihm befreundeten Dirigenten und Musikförderers Paul Sacher in Pratteln (Baselland).
Mit dem schon 1938 auf Sachers Landsitz entstandenen Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Pauken und mit sechs Sinfonien ging Martinu ins internationale Konzertrepertoire ein. Er gilt als einer der bedeutendsten Neoklassizisten, schuf aber auch impressionistische, neobarocke und jazzinspirierte Werke, die ihn als stilistisch weitaus vielschichtigeren Komponisten ausweisen.
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Die immer häufiger von weltbekannten Solisten mitbestrittenen Konzerte der Martinu-Festtage werden künstlerisch vom Pianisten und Dirigenten Robert Kolinsky geleitet. Sie stehen unter dem Patronat von Vaclav Havel, Moritz Leuenberger und Josef Suk (Violinist). Für das Eröffnungskonzert mit Kompositionen von Corelli, Händel, Martinu und Gideon Klein hat der Geiger Kolja Lessing die Leitung der Camerata Bern übernommen. Gespielt werden Concerti grossi, Partiten und das 1941 für Paul Sacher und das Basler Kammerorchester geschriebene Concerto da camera für Violine, Streicher, Klavier und Pauke von Martinu. In seinem Klavierrezital konzentriert sich der Pianist Martin Stadtfeld auf Toccaten. Er spielt entsprechende Werke von Bach, Martinu, Prokofjew und Schumann.
In einer Video-Inszenierung von Arthur Spirk ist Martinus Orchesterwerk "Les Fresques de Piero della Francesca" zu sehen. Im Jazzkonzert präsentieren Kenny Drew JR. (Klavier) und Thomas Dobler (Vibraphon) eine auf diversen Stücken von Martinu basierende Suite. An einer Aufführung des Ballettlustspiels "Wer ist der Mächtigste auf der Welt", das von Mäusen handelt und in einer Bearbeitung für Saxophonquartett erklingt, wirkt Wolfram Berger als Erzähler mit.
Autor: sda
