Eine Gemeinschaft für alle Fälle

Gudrun Gehr

Von Gudrun Gehr

Mi, 12. September 2018

Kleines Wiesental

Feier zum 30-jährigen Bestehen der Altersmannschaft der Feuerwehr Wies zeigte: Die Männer haben immer noch gut zu tun.

KLEINES WIESENTAL-WIES. Die Angehörigen der Altersmannschaft der Feuerwehr Wies zählen noch lange nicht zum "alten Eisen". Dies konnten die junggebliebenen Jubilare am Samstag im Feuerwehrhaus bei ihrer Feier zum 30. Geburtstag der Mannschaft ausreichend unter Beweis stellen.

Werner Roser, rühriger Leiter der Mannschaft , hatte das Team mit den Partnerinnen zum gemütlichen Grillfest im Feuerwehrhaus Wies eingeladen. Zahlreiche sorgfältig geführte Fotoalben, zurückreichend bis zur Mitte der 1980er Jahre, mit Fotos gemeinsamer vergnüglicher Unternehmungen und Anlässe standen den Gästen zum Schmökern zur Verfügung.

Die Mannschaft blickte auf ihre Gründung im Jahr 1988 zurück, damals hatte Karl Bächtle (Senior) die Initiative übernommen, nachdem einige Mannschaftsmitglieder mit dem Erreichen der Altersgrenze, dem 65. Lebensjahr, aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausschieden. Um die "Pensionäre" wollte man sich weiter kümmern, auch um von deren langjährigem Erfahrungsschatz zu profitieren und auch um diese nicht in der Feuerwehrfamilie zu verlieren.

Karl Bächtle hatte bei der Gründung zunächst die betroffenen Feuerwehrkameraden – Gerhard Eichin, Walter Kuttler und Hans Giesin – ins Boot geholt, bald vergrößerte sich die Gemeinschaft. Aus gesundheitlichen Gründen hatte Karl Bächtle ab 2010 die Leitung der Altersmannschaft an Werner Roser übergeben.

Aktuell sind es neun Altgediente, die sich immer noch ums Gemeinwohl kümmern.

Flexibel einsetzbare Mannschaft

Im Jahresverlauf fallen regelmäßig selbständige Proben an; auch kontrollieren sie die Stellfallen an der Köhlgartenwiese in Fischenberg und den Löschwasserbehälter in der Stockmatt. Eine jährliche Übung mit der Feuerwehr aus Kaltenbach auf dem "Gleichen" oder Unterstützung der aktiven Mannschaft bei der Einwinterung der Geräte wird gerne geleistet. Auch bei den Altpapier- oder Schrottsammlungen werden sie tätig. Bei Bedarf sind die Feuerwehrsenioren flexibel einsetzbar, bei notwendigen Baumfällungen etwa oder bei der Beseitigung von einwachsenden Büschen an Straßenrändern.

Doch auch die Geselligkeit und Kameradschaft ist ein großes und wichtiges Thema. Das zeigen die Tagesausflüge mit den Partnerinnen und viele gemeinsame Zusammenkünfte und Unternehmungen, bei welchen oft über die geleisteten Einsätze der Vergangenheit gesprochen wird. Im Wechsel mit den Aktiven über nehmen die Feuerwehrsenioren die Planung der Ausflüge am Vatertag.

Werner Roser weiß: "Unsere Altersmannschaft hat sich hervorragend organisiert".