Hebel, Heidegger, Glattacker

LUEGINSLAND: Engelimooler in Venedig

Markus Manfred Jung

Von Markus Manfred Jung

Sa, 12. Mai 2018

Kolumnen (Sonstige)

S isch Mai, un s heblet wider ghörig im Alemanne-Land, bsunders im Wisetal dunte. Drei Männer sin in sim Name g’ehrt worde, drei Männer mit große Verdienscht. De großartigi Dichter un Grafiker Christoph Meckel, Friburger, Berliner, un e bizzi au Markgröfler, hät wie scho si Vatter Eberhard Meckel de Hebel-Priis kriegt; de Dreiländer-Museumsmensch un kreativi Kulturnetzwerker Markus Moehring us Lörrach de Hebel-Dank; un de Gschichtsforscher Hansjörg Noe, au us Lörrach, wo gwissehaft grad au bruuni Zite durleuchtet, d Hebel-Plakette.

 Aber au e ehemalig so G’ehrte, de Tülliger Mooler Adolf Glattacker (1878-1971), wird grad zämme mim Hebel un em Heidegger uszeichnet, un des z Venedig dunte, z Italie. Jo, wie denn des? In de Fondazione Prada solle in re Usschtellig "Machines à penser" die philosophische Denkhütte vom Adorno, vom Wittgenstein un vom Heidegger möglichscht gnau noochbaut werde. Un ebbe, in de Todtnauberger Heidegger-Hütte hät jo im Glattacker si Hebelbild ghange. Sell, wo de Dichter, e Buech in de linke Hand, e bizzi ironisch d Muulwinkel uffezieht, aber ernscht luegt un halbernscht de rechti Zeige-Finger hebt: Merke! Engeli, Vögeli un Blüemli drumumme, d vorderwisetäler Landschaft mit Röttle, Röttler-Schloss un Wise im Hintergrund: im Glattacker Dölfi si bekannteschtis Werk. Wege dem hät er de Übermame Engelmooler überchoo.
 Hoffe mer, dass die Welt-Philosophe, wo in däne Hütte z Venedig an ihrem Symposion heideggere tüen, au e bizzi hebelisch ufklärerische, humane Geischt verschpüre, so wie nen die drei Männer wiitertrage, wo z Huuse un z Lörrech grad im Mittelpunkt gschtande sin.