Nahe Schule für Sehbehinderte

Anja Bochtler

Von Anja Bochtler

Mi, 10. Oktober 2018

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

SPD will Kinder stärken.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD (anb). Wie viele blinde Kinder und Kinder mit Sehbehinderungen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald haben lange Schulwege? Die SPD-Kreisrätin Ellen Brinkmann fragte im Sozial- und Krankenhausausschuss nach einer Statistik dazu und forderte: "Da muss was getan werden." Sie sagte, dass sie drei Kinder mit Sehbehinderungen kenne, die von Titisee und Hinterzarten aus weite Schulwege nach Waldkirch zur Schule für Sehbehinderte auf sich nehmen müssten. Nötig sei eine wohnortnahe Beschulung. Im öffentlichen Teil der Sitzung wurden die Fragen nicht beantwortet. Als Anke Dallmann, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, etwas dazu sagen wollte, unterbrach sie die Landrätin Dorothea Störr-Ritter und verschob das Thema in den nichtöffentlichen Teil. Bereits im Juli hatte sich die SPD-Fraktion im Kreistag mit einem Antrag für das Thema starkgemacht. Brinkmann, sozialpolitische Sprecherin der Partei, hatte die Situation von Grundschulkindern mit Sehbeeinträchtigung beklagt. Es solle verbesserte Bildungsteilhabe und ortsnahe Beschulung erreicht werden. In dem Antrag hieß es, es solle über eine Außenklasse des Staatlichen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) St. Michael in Waldkirch entschieden werden.