SPD will Opfer von Missbrauch unterstützen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 26. Juli 2017

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Kreistagsfraktion beantragt, Fördersumme zu verdoppeln.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD (BZ). Zwei Beratungsstellen im Landkreis sollen mehr finanzielle Unterstützung erhalten, geht es nach dem Willen der SPD-Kreistagsfraktion. Laut des Schreibens an Sozialdezernentin Eva-Maria Münzer sollen die Vereine "Wildwasser" und "Wendepunkt" vom Kreis künftig jährlich 10 000 Euro statt wie bisher 5000 Euro erhalten. Beide Initiativen sind Fachstellen, die Beratung anbieten gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen (Wendepunkt) sowie nur für Frauen und Mädchen (Wildwasser). Neben den Beratungen finden Betroffene bei diesen Einrichtungen unter anderem Gruppenangebote, Opferbegleitung, Prävention, Vernetzung, Begleitung und schnelle Hilfe. Wie wichtig diese Fachstellen sind, werde häufig in den Jugendhilfe-Ausschusssitzung deutlich, heißt es in dem Antrag. "Beide Institutionen leisten eine außergewöhnlich wichtige Arbeit." Laut des SPD-Antrags werde dort mehr Personal benötigt.

Die Fallzahlen könnten steigen

Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gibt es der SPD zufolge keine vergleichbare Fachstelle, deshalb seien diese Vereine für die Kreiseinwohner unverzichtbar. Zumal die Fallzahlen in den kommenden Jahren aufgrund von traumatisierten Zuwanderern noch steigen würden.

Weiterhin beantragt die SPD-Fraktion zusammen mit der Kreistagsfraktion der Grünen, 7000 Euro Restsumme aus der sogenannten Poolförderung entsprechend der Fallzahlen auf die Organisationen Wendepunkt, Wildwasser, die Aids-Hilfe, den AK Suizid und den Verein Frauenhorizonte zu verteilen.