Was Mädchen und Jungen beschäftigt

Jakob Boxler

Von Jakob Boxler

Di, 25. September 2018

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Jugendhilfswerk und Landratsamt geben von Kindern und Jugendlichen gestaltete Kalender heraus.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD/ FREIBURG. Das Jugendhilfswerk Freiburg präsentiert den neuen Mädchenkalender "MÄK" und den "Kerlenda", ein Kalender speziell für Jungen, für das Schuljahr 2018/19. Viele engagierte Kinder und Jugendliche haben sich zusammengesetzt und eine Woche lang an Themen gefeilt, Interviews geführt und Layouts gebastelt. Die dabei entstandenen Kalender wurden nun im Rahmen einer Feier vorgestellt.

Der "MÄK" steht unter dem Motto "Home sweet Home". Dabei haben sich die Mädchen mit mehreren Interpretationen dieses Slogans beschäftigt. Eine davon ist der Aspekt der Heimat. Hierfür haben die Mädchen Menschen auf der Straße befragt, was für sie denn eigentlich Heimat bedeutet und was sie damit assoziierten. "Die Interviews mit den Leuten auf der Straße waren cool", sagt Ana Maria, die dieses Jahr zum ersten Mal in der Redaktion mitgearbeitet hat. Zudem haben die Mädchen den Tänzer Arnold Nuss eingeladen, der mit seinem Projekt "Dance a way" die Geschichte von Geflüchteten inszeniert. Ein weiterer Aspekt war "Zuhause im eigenen Körper". Das Interview mit Stevie Schmiedel von der Organisation "Pinkstinks" war für die Mädchen "mal was anderes", bestätigt Sofia. "Pinkstinks" setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen und gegen falsche Rollenklischees ein, etwa wie sie in der Fernsehsendung "Germanys next Topmodel" vermittelt würden.

Zuhause bedeutet für die junge Generation auch "Zuhause im Netz". Die Mädchen-Redaktion hat sich hier mit Cybermobbing auseinandergesetzt und Regeln für den sicheren Umgang mit dem Internet aufgestellt. Dazu gehört, wie man richtig handelt, wenn man von Mobbing übers Internet erfährt. Auch aktuelle Themen wie die neue Datenschutz-Grundverordnung finden Platz im Kalender. Neu dieses Jahr ist, dass die "Mäk"-Mädchen und die "Kerlenda"-Jungen eine Seite für das andere Geschlecht gestaltet haben – mit Tipps zum Umgang miteinander.

Ida, will auf jeden Fall wieder mitmachen: "Das Thema dieses Jahr fand ich sehr interessiert." Ana Maria bestätigt: "Das Konzept war echt cool." "Ohne festes Thema und Konzept macht es mehr Spaß, da kann man eher machen, was man möchte", sagt Pascal. Er hat schon im Vorjahr am "Kerlenda" mitgearbeitet. Der Kalender für Jungen ist eher im Magazinlook gestaltet. Wo bei den Mädchen fiktive Tagebucheinträge über ihr Leitthema den roten Faden bilden, ist es bei den Jungs "Dr. Männlich", der Tipps und Tricks auf Lager hat. Die Kalender in Auflage von 4000 Stück werden vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, der Sparkasse Freiburg sowie der Stadt Freiburg und dem Land Baden-Württemberg gesponsort.

"MÄK" und "Kerlenda" gibt’s kostenfrei im Wissenschaftlichen Institut des Jugendhilfswerks, Konradstraße 14, und beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Stadtstraße 2, in Freiburg.