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13. Oktober 2017

Marder, Dachs und Co

Mit Klemens Doll hat der Landkreis nun den ersten Wildtierbeauftragten ernannt.

  1. Klemens Doll Foto: Landratsamt

KREIS EMMENDINGEN (BZ). Der Marder in der Garage, ein Dachs im Hausgarten am Rande der Stadt oder umgewühlte Äcker als Ergebnis des nächtlichen Besuchs von Wildschweinen: Wildtiere dringen immer mehr in Siedlungen ein. Damit beschäftigt sich nun auch Förster Klemens Doll, der zum ersten Wildtierbeauftragten des Landkreises ernannt worden ist.

Der Flächenverbrauch, die Zurückdrängung des natürlichen Lebensraums der Tiere und ein großes Nahrungsangebot sind einige Gründe, weshalb Tiere aus dem Wald ihre Scheu verlieren und dem Menschen sprichwörtlich "auf die Pelle rücken". Klemens Doll sagt dazu knapp: "In Hausgärten und auf dem Kompost gibt es halt was zu fressen."

Doll ist im Kreisforstamt zuständig für das Revier Kastelburg-Sexau und wurde jetzt zum 1. Oktober von Landrat Hanno Hurth offiziell zum Wildtierbeauftragten des Landkreises Emmendingen bestellt. Dafür wird Doll für einen Teil seiner bisherigen Tätigkeit freigestellt. Er ist organisatorisch bei der Jagdbehörde des Landratsamtes angesiedelt.

Das Aufgabengebiet von Doll ist vielfältig. Es umfasst die fachkundige Beratung und Unterstützung von Behörden, Gemeinden, Hegegemeinschaften, Wildschützern und auch der Öffentlichkeit zum Umgang mit Wildtieren. Geplant sind auch Infoveranstaltungen beispielsweise über "Wildtiere im Siedlungsbereich".

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Bei Konflikten, die sich zwischen Menschen und Wildtieren ergeben können, soll Doll Hilfestellung geben oder Hilfe vermitteln. Einen entsprechenden Stellenwert hat die Netzwerkarbeit, die nun noch aufgebaut werden muss. Doll ist am Wildtiermonitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg beteiligt, bei der zum Beispiel mit GPS-Daten der Aufenthaltsort seltener Wildtiere – wie etwa Luchs, Wildkatze, Auerwild oder Biber – erfasst werden.

Kontakt: Klemens Doll, Tel.  07681/22 927 oder Tel.  0175/ 2231-553

Autor: bz