Ruinen, Kirchen, Fruchtspeicher

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 07. September 2018

Kreis Emmendingen

Beim Tag des offenen Denkmals öffnen historische Gebäude ihre Pforten / Auf dem Programm stehen Schaukämpfe und Hirtenspiele.

KREIS EMMENDINGEN (BZ). Der Tag des offenen Denkmals findet in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet" gibt es die Möglichkeit, nicht immer zugängliche Denkmäler kostenlos zu besichtigen. Das Motto bezieht sich auf das Europäische Kulturerbejahr 2018 und soll zeigen, dass ein Denkmal immer auch eine Verbindung zwischen Baustilen, Regionen, Kulturen und Menschen ist.

Fruchtspeicher und Feuerwehrhaus
Die ehemalige Pfarrkirche St. Michael in Denzlingen wurde im Jahr 1275 zum ersten Mal erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie als Fruchtspeicher genutzt, von französischen Soldaten und der Feuerwehr. Am Sonntag werden die Besucher auch über Umbaumaßnahmen für die künftige Nutzung als Kultur- und Begegnungsstätte informiert; außerdem stellt der Maler Theodor Zeller aus. (14 bis 16 Uhr, Führungen 14 und 15 Uhr)

Vor dem Verfall gerettet
Die Hammerschmiede im Elzacher Ortsteil Oberprechtal im war bis in die 80er Jahre noch in Betrieb. 2013 wurde sie von der Stadt Elzach gekauft und nach und nach mit der Unterstützung vieler Helfer vor dem Verfall gerettet. Ab 14 Uhr fährt ein Traktor mit Anhänger Gäste zur benachbarten Landwasserhofmühle, zur gleichen Zeit beginnt der 1. Oberprechtäler Specht-Wettbewerb – dabei handelt es sich um ein altes Hirtenbubenspiel (11 bis 18 Uhr, Führungen nach Bedarf).

Erst Wohnhaus, dann Bibliothek
Ein Ackerbürger, der Name sagt es, war ein Stadtbewohner, der von der Landwirtschaft lebte: Das letzte vollständige erhaltene Ackerbürgerhaus in Emmendingen ist das Anwesen Leonhardt. Ehemalige Stallungen, Teile der alten Seifensiederei, Haupt- und Nebengebäude und die Scheune sind zu sehen. Heute ist dort auch die Hachberg-Bibliothek untergebracht (11 bis 16 Uhr, Führung 13 Uhr).

Villa wird Kindergarten
Park und die Villa des Maturanahauses zeigen die gewerbliche und industrielle Entwicklung der Stadt Emmendingen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Villa wird heute von einem Kindergarten und einer Schule genutzt (14 bis 17 Uhr, Führungen nach Bedarf).

Zur Festung ausgebaut

Die mittelalterliche Hochburg im Emmendinger Ortsteil Windenreute wurde 1127 zum ersten Mal erwähnt. Die Markgrafen von Baden bauten sie im 17. Jahrhundert zur Landesfestung aus, französische Soldaten zerstörten sie 1689. Seit mehr als 40 Jahren kümmert sich der Verein zur Erhaltung der Ruine um das alte Gemäuer (10 bis 18 Uhr, Führungen 12 bis 14 Uhr).

Erneuert und renoviert
Die St. Michaels-Kapelle auf dem Michaelsberg in Riegel wurde 969 erstmalig urkundlich erwähnt. Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert war sie an die damalige Burg angegliedert, nach deren Zerstörung wurde die Kapelle im spätgotischen Stil erneuert. Bei einer grundlegenden Sanierung im Jahr 2008 wurden Sichtfenster von Wandmalereien freigelegt (13 bis 17 Uhr, Führungen nach Bedarf).

Zerstört, aufgebaut, zerstört
Die Burgruine Lichteneck über dem Kenzinger Ortsteil Hecklingen wurde im 13. Jahrhundert erbaut, 1433 zerstört, im 16. Jahrhundert aufgebaut und 1675 wieder zerstört. Am Tag des offenen Denkmals zeigen Mittelaltergruppen Lagerleben und Schwerkämpfe (11 bis 18 Uhr, Führungen nach Bedarf).

Kämpfende Legionäre
Auch die um 1285 erbaute Burg Sponeck im Sasbacher Ortsteil Jechtingen wird am Sonntag für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Um 14 Uhr führt eine elsässische Gruppe vor der Kulisse des alten römischen Kastells als Legionäre verkleidet Schaukämpfe vor (Ab 14 Uhr).

Gottesdienst in der Ruine
Die Landeck aus dem 13. Jahrhundert im gleichnamigen Teninger Ortsteil gehört zu den besser erhaltenen Ruinen im Breisgau. Am Tag des offenen Denkmals findet dort um 10.45 Uhr ein Gottesdienst statt (Führungen nach Bedarf).

Info: Nicht alle Veranstalter melden ihre Termine der Denkmalschutz-Stiftung.

Mehr Informationen im Netz: http://www.tag-des-offenen-denkmals.de