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08. März 2013

Damit Kinder lernen, mit digitalen Medien umzugehen

Beim Medienkompetenztag in Lörrach informierten sich Referendare und Lehrer über den Einsatz moderner Technik im Unterricht.

  1. Beim Projekt „Ohrenspitzer“ wurde die Zuhörförderung mit Hilfe von Musikinstrumenten verdeutlicht. Foto: Katharina Kubon

LÖRRACH. "Meine Schüler sind facebook – und jetzt?" lautete einer der Titel von 40 Präsentationen beim Medienkompetenztag am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Lörrach. Unter dem Motto "Mobil und medial unterwegs im Kindermedienland" informierten sich Lehrer und Referendare aus Südbaden über Umgang und Einsatzmöglichkeiten aktueller Technik in der Schulen.

Heute kommen Kinder im Durchschnitt im Alter von fünf Jahren mit dem Internet in Kontakt. Mediale und mobile Geräte wie Smartphones und Tablets sind neben dem Rechner zuhause und den PCs in der Schule für Jugendliche zum alltäglichen Begleiter geworden. Bildung im Bezug auf digitale Medien erhält daher einen besonderen Stellenwert. Daher ist es sinnvoll und auch notwendig, Kindern in der Schule den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet beizubringen.

Jedoch ist die Nutzung von digitalen Medien in der Schule seit Jahren neben positiven Aspekten auch mit großen Befürchtungen verbunden. Professor Thomas Irion von der Universität Leipzig erläuterte in seinem Einstiegsvortrag "Medienerziehung in der Schule" theoretische Grundlagen und praktische Umsetzungsbeispiele und gab Anregungen für die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Bereits zum fünften Mal fand der Medienkompetenztag, veranstaltet vom Kreismedienzentrum Lörrach, dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Lörrach und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, statt. Das Angebot, bestehend aus 30-minütigen Impulsvorträgen, richtete sich vor allem an Referendare in der zweiten Ausbildungsphase. 2013 waren daneben das erste Mal ausgebildete Lehrer eingeladen. 120 Lehrerinnen und Lehrer aus den Landkreisen Waldshut, Freiburg und Lörrach hatten sich angemeldet, um den Präsentationen von 40 Referenten aus ganz Deutschland beizuwohnen.

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Im Programm fanden sich diverse Vorträge über den effektiven Einsatz von Medien im Unterricht, zum Beispiel über sinnvolle Lernsoftware für Schüler. Auch wo sich online interessantes Unterrichtsmaterial in Video-, Bild- oder Textform finden lässt wurde unter dem Titel "Medienrecherche" vermittelt. Wichtig ist allerdings auch, Kindern den richtigen Umgang mit dem Internet beizubringen, zum Beispiel mit dem PC-Führerschein oder dem Internet-Seepferdchen.

In seinem Vortrag "Surfen im Internet macht weder dick noch dumm" referierte Bernhard Nopper über die Online-Recherche mit Google und welche Gefahren dabei für Kinder lauern. Wichtig sei es, mit den Schülern den Umgang mit Suchmaschinen zu üben. Unter dem Leitspruch "Nicht alles was geht, ist erlaubt" wurde zudem referierten die Polizeibeamten Bernhard Gresslin und Ulrich Schneider über andere Versuchungen und Gefahren, wie das illegale Downloaden oder Cybermobbing referiert.

Autor: Katharina Kubon