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30. September 2017

Diakonie will Traumahelfer ausbilden

Vortrag führt am 4. Oktober ein.

LÖRRACH (BZ). Die Diakonie Lörrach will ein Psychosoziales Zentrum für geflüchtete Menschen aufbauen. Als erstes Projekt sollen im Oktober Traumhelfer für Kinder und Jugendliche ausgebildet werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zur Einführung ins Thema gibt es am Mittwoch, 4. Oktober, 19 Uhr, einen Vortrag mit weiteren Infos in der evangelischen Stadtkirche Lörrach.

Gewalt, Misshandlungen und Flucht gehen häufig einher mit massiven Ängsten. Solche Erlebnisse im Kindesalter stören die normalen Entwicklungsprozesse des Gehirns. Kinder sind dann besonders anfällig für Entwicklungsverzögerungen und -behinderungen. Neben den Opfern sind auch Erzieher, Lehrer, Familien und Freunde dieser Kinder den Folgen der katastrophalen Erlebnisse ausgesetzt.

Ergänzend zu bestehenden, aber nicht ausreichenden Therapiemöglichkeiten, will die Diakonie nach dem "Regensburger Modell" Traumahelfer ausbilden. Einem Kurs am 27. und 28. Oktober, in dem leicht verständlich Handlungsmethoden auf Grundlage der Neurobiologie vermittelt werden, schließen sich elf Termine für die Therapie an. Unter Anleitung eines Kinder- und Jugendpsychotherapeuten sollen die Traumahelfer Kinder in den Therapiestunden so begleiten, dass diese ihre Erlebnisse aufarbeiten können.

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Im Vortrag "Kriegsschauplatz Gehirn und die neurobiologischen Folgen von Gewalt und Flucht" erklärt Thomas Loew, Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Chefarzt am Uniklinikum Regensburg, wie, warum und mit welchen Konsequenzen der Krieg im Gehirn weiter wirkt, aber auch, wie einfache Mittel und ökonomischer Einsatz zur Linderung beitragen können.

Kontakt: Diakonisches Werk, Nazmije Mahmutaj, Tel. 07621/974213, nazmije.mahmutaj@diakonie.ekiba.de

Autor: bz