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29. November 2010

Die erste Stufe ist erreicht

471 Absolventen der Dualen Hochschule Lörrach feierten im Burghof ihren Studienabschluss.

  1. Die Absolventinnen und Absolventen der Dualen Hochschule hatten beim festlichen Ball im Lörracher Burghof gut lachen; mehr als 80 Prozent haben bereits einen Anschlussarbeitsvertrag in der Tasche. Foto: David-Wenk

LÖRRACH. Dieser Abend gehöre den Absolventen, er sei ihre Festivität, eröffnete der Rektor der Dualen Hochschule Lörrach, Bernd Martin, den Absolventenball und gratulierte den frischgekürten 471 Bachelors of Art, Science, oder Engineering. Die Urkunden waren zu der Zeit schon überreicht worden, denn eine solche Anzahl an Graduierten kann während des offiziellen Abschlussballes nicht mehr auf der Burghof-Bühne einzeln bedacht werden.

Von 17 Uhr an wurden die Zeugnisse in der Alten Feuerwache und im Kongressraum des Burghofs übergeben, so dass von 19 Uhr an nur noch gefeiert wurde. Umwandlung also wohin man blickt. Die Umwandlung der Berufsakademie zur Dualen Hochschule und damit das Erreichen des Bachelors, betonte Martin, denn damit haben die Studierenden die erste Stufe ihrer akademischen Laufbahn erreicht. Von Oktober 2011 an bietet die Duale Hochschule einen eigenen Masterstudiengang für Health Care, Human Resource und Logistik Management an. Für das lebenslange Lernen sei die Duale Hochschule gerüstet, sagte Martin. Überhaupt lobte der Rektor das System des dualen Studierens erneut und bescheinigte den Absolventen glänzende Berufsaussichten, die wegen des drohenden Fachkräftemangels eher noch besser würden.

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Mehr als 80 Prozent der Absolventen sind bereits im Besitz eines Anschlussarbeitsvertrags, die meisten in ihren Ausbildungsbetrieben, obwohl, wie Martin anmerkte, die Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht überwunden sei. Auch Lörrachs Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm ließ die Krise nicht unerwähnt, sie sprach von den positiven Zukunftssignalen, die es derzeit zu beobachten gäbe. Die Stadt Lörrach würdigte mit ihrem Preis die Arbeit von Nadine Hehemann im Bereich Logistik. Die betriebswirtschaftliche Analyse von Kosten und Nutzen einer "grünen" Palette im Vergleich zu konventionellen Euro-Palette habe Nadine Hehemann wissenschaftlich analysiert und fundiert begründet. Die daraus entstandenen Nachhaltigkeitsaspekte passten gut zu Lörrach auf dem Weg zur Energiestadt, sind doch Speditionen ein wesentlicher Teil der hiesigen Wirtschaft. Die Duale Hochschule bereichere Lörrach, denn sie sei ein Garant, junge Menschen in der Stadt zu haben. "Auch wenn viele davon jenseits der Grenze abwandern würden. Denn Stadt lebt von der guten Unternehmensentwicklung diesseits und jenseits der Grenze."

Jahrgangsbester nicht nur in Lörrach, sondern auch an der Partnerhochschule in Vlissingen, Niederlande, wurde Tobias Wellbrock, wie Nadine Hehemann von der Firma Hellmann in Osnabrück. Den Preis des VDI erhielt Niklas Müller aus Ihringen (Firma Vibracoustik, Neuenburg). Neu ausgelobt wurde der Preis der Wirtschaftsinformatik von Endress + Hauser und Vitra. Er ging an Christian Hercher, E + H. Jan Olaf von E + H lobte in einer launigen Ansprache die Bedeutung der Arbeit Herchers und freute sich, dass der Preisträger weiter für das Unternehmen arbeiten werde.

Autor: Martina David-Wenk