Eggingen

Jäger zielt auf Wildschwein und gibt tödlichen Fehlschuss ab

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 06. August 2014 um 20:06 Uhr

Kreis Waldshut

Im Kreis Waldshut hat ein Jäger einen schlimmen Fehlschuss abgegeben. Er zielte, drückte ab und traf. Nur leider erwischte sein Schuss das falsche Tier. Nun ermittelt die Polizei.

Nach Angaben der Polizei erschoss der Jäger aus Versehen ein Pferd. Der 48 Jahre alte Gastjäger saß am späten Abend allein auf einem Hochsitz im Gewann Haselberg. Gegen 23 Uhr gab er einen Schuss auf ein vermeintliches Wild ab, so die Ermittler weiter. Als er schließlich nach seiner Beute sah, stellte er seinen Irrtum fest. Er hatte etwa 200 Meter von dem Hochsitz entfernt kein Schwarzwild, sondern eine schwarze Isländerstute erschossen.

Noch in der Nacht meldete er seinen Fehlschuss bei der Inhaberin des Pferdehofs, auf deren Weide das Tier stand. Der Mann soll einen gültigen Jagdschein besitzen. Er war wohl als Gastjäger in dem für ihn fremden Gebiet unterwegs. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen den Jäger eingeleitet.

Der Fall erinnert an eine Situation aus dem Jahr 2012 in Kirchzarten. Damals hatte ein Jäger im Oberrieder Ortsteil St. Wilhelm auf eine Wildsau angelegt. Der erste Schuss ging daneben. Der zweite traf – allerdings einen Wallach – und zwar mitten ins Herz. Das Tier war augenblicklich tot.

Im November 2011 ereignete sich bei Gersbach eine folgenschwere Verwechslung. Im Gersbacher Jagdrevier wurden beim nächtlichen Ansitzen auf Schwarzwild statt Wildschweinen irrtümlich zwei trächtige Kühe erschossen. Solche Verwechslungen kommen gelegentlich vor. Unter Jägern soll für irrtümlich erschossene Kühe sogar ein eigenes Schlagwort kursieren: "Butterhirsche".

Mehr zum Thema: