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29. Juni 2010
Löschen ist wichtig, aber noch lange nicht alles
19 Gruppen von zehn Feuerwehren aus dem Kreis Waldshut erringen in Herrischried Leistungsabzeichen in Gold, Silber und Bronze.
HERRISCHRIED. Mehr als drei Monate hatte zehn Feuerwehren aus dem Landkreis Waldshut das Löschen, Helfen und das Retten von Menschen geprobt, um dann am vergangenen Samstag in Herrischried ihre Leistungsabzeichen erlangen. Vor der Eishalle beurteilten 17 Schiedsrichter das Können der Kameraden und Kameradinnen in den Kategorien Bronze, Silber und Gold und verliehen ihnen nach bestandener Übung die entsprechenden Abzeichen. 19 Gruppen stellten sich den Herausforderungen und zeigten vollen Einsatz.
Um das bronzene Abzeichen zu erhalten, musste ein Löschangriff mit Wasserentnahme am Hydranten demonstriert werden. Dabei kam es außer aufs technische Können auch auf die Zeit an. Innerhalb eines bestimmten Rahmens mussten die jeweiligen Aufgaben abgeschlossen werden. Andererseits durften die Feuerwehren auch nicht zu schnell sein. "Sicherheit ist absolut wichtig, deshalb darf eine bestimmte Zeit nicht unterschritten werden", erklärte Rolf Küpfer, Obmann der Schiedsrichter.
Wer das silberne Abzeichen wollte, musste das Löschwasser aus einem offenen Gewässer entnehmen und eine Person aus einem Unfallwagen retten. Außer einem Einsatz von Schere und Spreizer waren dafür das Ausleuchten des Unfallortes und die richtige Knotentechnik gefragt.
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Eine zusätzliche Aufgabe erhielten die Gold-Kandidaten. Sie wurden auch schriftlich geprüft und mussten 30 Fragen zur Theorie beantworten.
"Die Teilnahme an der Leistungsübung nimmt wieder zu; es sind viele Gruppen dabei", freute sich Kreisbrandmeister Thomas Santl. Rolf Küpfer bescheinigte den teilnehmenden Feuerwehren außerdem überdurchschnittliche Leistungen: "Das ist Perfektion". Das Abzeichen sei wichtig, um das Wissen im Einsatz jederzeit abrufen zu können. Es schaffe außerdem eine gute Vertrauensbasis unter den Kameraden. "Viele Feuerwehren bilden ihre Gruppen aus verschiedenen Ortsteilen; das fördert die Zusammenarbeit sehr", so Küpfer weiter. Bereits zwei Wochen vor der Leistungsabnahme könnten die Kameraden vor Ort an den Geräten üben, was zu einem enormen Erfahrungsaustausch unter den Wehren führe.
Herrischrieds Gesamtkommandant Christian Dröse freute sich, den Wettkampf nach über 30 Jahren erneut im Ort ausrichten zu können. "Das Gelände hier ist optimal", erklärte er. Das entsprechende Engagement der Herrischrieder Feuerwehr unterstützt auch Bürgermeister Christof Berger. "Es ist gut, wenn sich Feuerwehren finden, die sich für solche Veranstaltungen anbieten."
Am Wettkampf beteiligten sich in der Kategorie Gold: Todtmoos und Wehr mit je zwei Gruppen. Kategorie Silber: zwei Gruppen aus Rickenbach und zwei aus Albbruck. Kategorie Bronze: Waldshut (drei Gruppen), Herrischried, Laufenburg, Stühlingen (je zwei Gruppen), Dachsberg und Jestetten.
Autor: Christin Keller


