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11. Juni 2014

Auf dem Weg bis zur Produktreife

Unternehmer und ihre Projekte.

LAHR (ej). Junge Unternehmerinnen und Unternehmer werden jetzt vom Lahrer Förderprogramm "Black Forest Accelerator" gefördert, damit sie ihre Geschäftsidee bis zur Produktreife weiterentwickeln können, fünf Beispiele:

Colour-Dot-Abnehmprogramm: Thomas Hug, Lahr, der staatlich zugelassene Foodcoach, Diätberater und "mentale Schlankheitstrainer" bietet schon seit 2011 Ernährungsberatung an. Nun will er sein auf drei Kategorisierungen beruhendes einfaches Diätprogramm für zu Hause nutzbar machen und damit seine Zielgruppe – vorwiegend Frauen nach der Schwangerschaft – auch außerhalb Lahrs erreichen.

crohnlogs.de: Timo Gemmrich und Georg Zerr, Furtwangen und Stuttgart, beide Existenzgründer, haben in Furtwangen Onlinemedien studiert. Für Morbus Cron oder Colitis Ulcerosa-Erkrankte haben sie eine App entwickelt, mit der die Erkrankten Buch führen können über ihre Aktivitäten, die Nahrungsaufnahme und die Beschwerden und so nachvollziehen können, was genau die Beschwerden verstärkt oder vermindert. Neben dem direkten Nutzen für die Erkrankten denken die beiden 23 und 31 Jahre alten Entwickler auch an Nutzungen der Datenbestände für die Forschung. Gemmrich und Zerr arbeiten mit Ärzten zusammen.

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schmerzlösung.de: Der Physiotherapeut Klaus Altmann, Emmendingen, will Filme anbieten – zum Beispiel als kostenpflichtiges Download – anhand derer sich Schmerzgeplagte sich mit Hilfe der Biokinematik selbst therapieren können. Verschiedene Gelenk-, Rücken- oder Migräneschmerzen sollen so einfach behoben werden können. Dazu sollen Web-Seminare, Telefonkonferenzen, Wochenendseminare oder auch persönliche Online-Beratung kommen. Altmann arbeitet mit der Apothekerin Helga Grafe und dem Kommunikationsdesigner Sascha Rossaint zusammen.

pflegeprotokoll.de: Das Web-Programm von Nicole Ambacher und Daniel Knapp, Lahr, soll einerseits pflegenden Angehörigen helfen, die Pflege zuhause zu organisieren und zu dokumentieren, andererseits aber auch im Rahmen von E-Learning gezielt Weiterbildung ermöglichen. Gedacht ist das Programm, das auf dem Smartphone oder dem Computer genutzt werden kann, auch als Möglichkeit, die Pflege innerhalb der Familie oder in Zusammenarbeit mit professionellen Pflegediensten zu koordinieren. Zielgruppe sind computer-affine Menschen, die einen Angehörigen pflegen.

Fitness plus Concept: Die bei der Pressekonferenz nicht anwesende Produktmanagerin für Mehrwertdienstleistungen, Marina Kanke aus Bielefeld, will mit einem Kundenbindungsprogramm Fitnesscenter dabei unterstützen, Kunden zu halten. Die Fluktuation bei Nutzern von Fitnesscentern ist hoch, die Kundenakquise teuer, deshalb könnten sich Kundenbindungsprojekte lohnen. Gedacht ist an kostenlose Ernährungsberatung oder Vergünstigungen bei Sportartikelherstellern. Auf die Zusatzangebote soll ein Kundenmagazin aufmerksam machen.

Badische Wollschweinzüchter-Genossenschaft: Michael Kraft, Haslach, und weitere 15 Genossen wollen das Mangalitza-Wollschwein als vom Aussterben bedrohte Haustierrasse im Freiland halten. Mangalitza-Produkte enthalten viele gesundheitsfördernde Omega-3-Fettsäuren. Neben der artgerechten Aufzucht soll es einen gewinnbringenden Vertrieb von Mangalitza-Produkten geben. Außerdem sind Zuchtarbeit und Landschaftspflege sowie eine barrierefreie Nutzung des Geheges geplant, damit Gruppen das Gelände auf einem Lehrpfad besuchen können.

Autor: ej