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21. Januar 2011

Die Bahn soll auch in Lahr neu planen

OB Müller sieht sich bestätigt.

LAHR (BZ). Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller begrüßt in einer Stellungnahme die Entscheidung des Regierungspräsidiums, die Ausbaupläne der Bahn für Offenburg als nicht genehmigungsfähig zurückzuweisen. Die Entscheidung sei logische Konsequenz einer nicht menschen- und umweltfreundlichen Planung der Bahn. Müller fordert zugleich, die Kriterien auch auf den Abschnitt zwischen Hohberg und Riegel zu übertragen: "Das Regierungspräsidium hat ein eindeutiges Signal an die Deutsche Bahn (DB) gegeben, dass sie insgesamt zwischen Offenburg und Basel nochmals von Grund auf neu planen muss."

Lärmgrenzwerte können nicht eingehalten werden

Auch in Lahr könne die Bahn die vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte trotz aktiver Schallschutzmaßnahmen von enormer Dimension (sieben Kilometer lang, bis zu 5,5 Meter hoch) großräumig nicht einhalten. Rund 3000 Anwohner müssten zusätzlich durch passiven Schallschutz geschützt werden. Entlang der Strecke Hohberg-Riegel wären es rund 6200 Menschen. An den Lahrer Hochhäusern entlang der Bahnlinie wurden von der Bahn Grenzwertüberschreitungen von bis zu 22,2 dB(A) prognostiziert, das heißt, auch dort werde es mehr als viermal so laut, wie vom Gesetzgeber vorgegeben. Auch in Lahr und in allen anderen Planungsabschnitten stehe das Ziel der EU-Umgebungsrichtlinie im Konflikt zum Vorhaben der DB. Die heutige DB-Planung würde bei Realisierung einen Sanierungsfall im Sinne der EU-Umgebungslärmrichtlinie darstellen, so Müller.

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Autor: bz