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26. Juni 2012

Lehrerpreisträger trifft 27 Nobelpreisträger

Stefan Joost, stellvertretender Leiter des Offenburger Oken-Gymnasiums, ist zur Lindauer Nobelpreisträgertagung eingeladen.

  1. Stefan Joost Foto: privat

OFFENBURG/LINDAU (BZ). 21 Lehrer aus dem deutschsprachigen Raum werden für ihren besonderen Einsatz bei der Vermittlung der Naturwissenschaften im Unterricht und in außerschulischen Projekten gewürdigt und mit Unterstützung der Vodafone Stiftung Deutschland am 2. Juli zur 62. Lindauer Nobelpreisträgertagung eingeladen: Stefan Joost, seit März 2010 stellvertretender Leiter des Oken-Gymnasiums, wird dabei sein.

Stefan Joost unterrichtet Physik und Mathematik, und seine Schüler loben ihn für seine Fähigkeit, sie immer wieder zu Höchstleistungen zu motivieren. Hierfür wurde ihm bereits 2009 der Deutsche Lehrerpreis in der Kategorie "Schüler zeichnen aus" verliehen. "Wir haben erkannt, wie wichtig ihm jeder einzelne Schüler ist, und wie unermüdlich und zäh Herr Joost daran arbeitet, uns Schüler fachlich, geistig und menschlich zu fördern – geduldig und fair, offen und zielgerichtet", so eine Schülermeinung. Der Deutsche Lehrerpreis wird von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband verliehen.

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Stefan Joost ist an seiner Schule auch der "Computer-Sanitäter". Bei technischen Fragen und Problemen helfe er Schülern und Kollegen immer gerne und kompetent weiter, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem habe er das Projekt "Schüler-Ingenieur-Akademie" ins Leben gerufen. Hierbei können Schülern technische Hochschulen und Ingenieursbetriebe besuchen und Praxiserfahrungen sammeln, um ihr theoretisches Wissen zu ergänzen.

Joost trifft nun auf 27 der größten Forscher unserer Zeit – am 2. Juli auf der 62. Lindauer Nobelpreisträgertagung als Teilnehmer von "Teaching Spirit". "Teaching Spirit" ist ein Angebot der Lindauer Nobelpreisträgertagungen, die seit 1951 alljährlich Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt mit Nobelpreisträgern zusammenbringen.

"Die Begeisterung für Wissenschaft und Forschung lässt sich bei jungen Menschen nicht an einem einzelnen Tag wecken. Viele Lehrer stellen sich dieser Aufgabe täglich an den Schulen in ihrem Unterricht", sagt Bettina Gräfin Bernadotte, Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau.

Die Tagung findet vom 1. bis 6. Juli statt und ist der Physik gewidmet. Die 21 eingeladenen Lehrer sollen stellvertretend für viele Lehrer stehen, die innovative Ansätze entwickeln, um Schüler für Wissenschaft zu begeistern. Die Begegnung mit den Nobelpreisträgern soll Wissenschaft erlebbar machen und so weitere Impulse für modernen Unterricht geben. Auf dem eintägigen Programm der Lehrer stehen sieben Vorträge von Nobelpreisträgern, die sich mit Themen wie dem Urknall, explodierenden Sternen oder der Dunklen Energie im Universum beschäftigen. Der deutsche Medizin-Nobelpreisträger des Jahres 2008, Harald zur Hausen, nimmt sich einen kompletten Nachmittag Zeit, um mit den Lehrern über die Faszination von Wissenschaft und Forschung zu diskutieren.

Klaus Peter Haupt von der Albert-Schweitzer-Schule Kassel wird in einem Vortrag über das Schülerforschungszentrum Nordhessen der Universität Kassel exemplarisch zeigen, wie wichtig auch außerschulisches Engagement von Lehrern ist, und wie man Schüler für die Naturwissenschaften begeistern kann.

Auf der traditionellen Abendveranstaltung "International Get-Together" können sich die Lehrer untereinander und mit über 580 jungen Tagungsteilnehmern aus 69 Ländern austauschen.

Autor: bz