Spicken in die neue Schule

Marion Pfordt

Von Marion Pfordt

Mi, 13. März 2013

Lenzkirch

Tag der offenen Tür an der Sommerberg-Schule Lenzkirch.

LENZKIRCH. Am Tag der offenen Tür in der Sommerberg-Schule konnten die Besucher sich vor Ort anschauen, wie weit der Schulalltag an der Grund- und Werkrealschule bereits nach den am Abend zuvor vorgestellten Methoden und Richtlinien einer künftig geplanten Gemeinschaftsschule bereits läuft, und was für Veränderungen noch anstehen.

In der Gemeinschaftsschule würde jeder Schüler einen Realschulabschluss anstreben. Den Hauptschulabschluss nach der neunten Klasse zu machen, wäre bei Bedarf dennoch möglich. In der Begrüßungsrede für die Besucher stellte Rektor Roland Willmann den Eltern das Prinzip und die Ziele der Gemeinschaftsschule vor. Detailliert kann man auf dem eigens dafür angefertigten Informationsmaterial wichtige Fragen und antworten nachlesen. Bereits die Blicke in die Klassenräume zeigen, dass nicht nur in den bereits vorhandenen Lernateliers ein anderes Lernen in kleineren Gruppen nach Kompetenzrastern stattfindet. Zwischen den Tischgruppen sind Regalelemente mit Arbeitsmaterialien angeordnet, aus denen die Schüler die aktuell relevanten Aufgaben entnehmen. Im Lernatelier, das mit modernen Computer Arbeitsplätzen ausgestattet ist und über einen separaten Raum verfügt, in denen sich der Lernbegleiter mit dem Schüler zur Erläuterung oder Vertiefung des Lernstoffs zurückziehen kann. In diesen Räumen herrscht automatisch konzentrierte Ruhe, es muss nicht ständig dazu ermahnt werden.

Am Tag der offenen Tür informierte das Kollegium über seine Vorgehensweise ausführlich. "Der Zauber der Mathematik" der in einem anderen Raum verbreitet war, zog mit seiner spannenden Präsentation zahlreiche Kinder und Jugendliche in seinen Bann. Im Naturwissenschaftsraum war "Jugend forscht" angesagt. Der gruselige Lesespaß machte den Kindern mehr Spaß als Angst. Aus gesunden Zutaten lachende Brotgesichter herstellen, so schmeckt ein vollwertiges Schulvesper besonders gut. Der Computerraum lockte natürlich besonders viele Schüler mit spannenden Rätseln rund um betriebswirtschaftliches Denken und Handeln, und wie viel spannender und ergiebiger ein modernes Whiteboard im Vergleich zur grünen Kreidetafel ist, erprobten Schüler und Eltern mit viel Spaß. Wer da noch Kummer hatte, konnte gemeinsam mit der Schulseelsorge ein Sorgenpüppchen basteln, die manchmal Probleme über Nacht wegzaubern können.