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17. Juli 2015

Acht Tatsachen widerlegen seinen angeblichen Antisemitismus

Der angebliche Antisemitismus Martin Heideggers wird durch folgende Tatsachen widerlegt:

1. Die Jugendfreundin von Elfride Heidegger, die Halbjüdin Elisabeth Blochmann, wurde auch Freundin und Geliebte von Heidegger und blieb Freundin des Ehepaars bis zu ihrem Tod. Bei ihrer Emigration 1933 bekam sie durch Heideggers Vermittlung eine Stelle in England.

2. Edmund Husserl, ein Jude, war von 1919 bis 1933 väterlicher Freund von Martin Heidegger. Auf den vielen Fahrten von Marburg nach Todtnauberg und zurück übernachtete die Familie Heidegger jeweils in der Lorettostraße in Freiburg bei Husserls. Die Aufkündigung der Freundschaft geschah im Mai 1933 durch das Ehepaar Husserl, das erkannt hatte, dass Heidegger nicht Husserls Phänomenologie fortführte, sondern eigene Denkwege ging. Heidegger hatte als frisch gewählter Rektor als erste Maßnahme dafür gesorgt, dass die von seinem Vorgänger Professor Sauer durchgeführte Beurlaubung der vier jüdischen Dozenten der Philosophischen Fakultät mit badischem Regierungserlass vom 28. April 1933 wieder aufgehoben wurde. Husserl bekam noch im Sommersemester 1933 über das Rektorat Heidegger auf dem Dienstweg die Mitteilung, dass er wieder lesen dürfe.

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3. Der Halbjude Werner Brock blieb Assistent Heideggers bis September 1933, als er durch Unterstützung Heideggers eine Stelle in England bekam. Solange Heidegger Rektor war, konnte der jüdische Professor und Klinikdirektor Thannhauser an der Universität gehalten werden.

4. Heidegger verbot die von den Nationalsozialisten geplante Bücherverbrennung. Die Bücher Husserls blieben unangetastet im Philosophischen Seminar.

5. Die enge Freundschaft mit dem jüdischen Ehepaar Szilasi dauerte von 1919 bis zum Tod von Wilhelm Szilasi 1966 und wurde mit Lily Szilasi noch bis zu deren Tod weitergeführt.

6. Als sein jüdischer Schüler Karl Löwith, der in Marburg hin und wieder die Kinder Heideggers gehütet hatte, ihn nach dem Krieg zum ersten Mal wiedersah, umarmte er seinen Lehrer und blieb ihm seither freundschaftlich verbunden.
7. Hannah Arendt, seine jüdische Schülerin und Geliebte aus Marburger Tagen, nahm ab 1950 wieder eine freundschaftliche Beziehung zu Heidegger auf. Sie besuchte das Ehepaar Heidegger im August 1975 zum letzten Mal, bevor sie im Dezember 1975 starb.

8. In den "Schwarzen Heften" sind Bemerkungen zum Judentum eher randständig und leiten sich ab aus der Kritik am neuzeitlichen Menschentum. Diese betrifft ebenso den römischen Katholizismus, den Amerikanismus und Bolschewismus, ferner Technik, Wissenschaft und Universität und nicht zuletzt den Nationalsozialismus.

Anstatt sich von Verunglimpfung, Schlagworten und Begriffsungeheuern beirren zu lassen, möge sich der geneigte Leser von Heideggers Schriften selbst ein Urteil bilden.

Autor: Dr. Hermann Heidegger, Stegen