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07. September 2013

Roger Waters "The wall"

Ein Kampf gegen die Mauer in Israel

Zu: "Jüdische Gemeinden kritisieren "The Wall", Agenturbeitrag (Kultur, 30. August):

Ausgerechnet die Düsseldorfer Jüdische Gemeinde ist mir puncto Boykott schon persönlich ungut aufgefallen, als ich deren Mitglied war. Schon in den 80er Jahren, damals noch unter einem anderen Vorsitzenden, versuchte man die Aufführung des Stückes "Die Palästinenserin", des israelischen Dramatikers Joshua Sobol im Düsseldorfer Schauspielhaus zu verhindern. Ich setzte mich zusammen mit Volker Canaris für eine Aufführung ein, was uns leider nicht gelang, und wir bekamen "Asyl" im Bonner Schauspielhaus. Jetzt hat es also Roger Waters getroffen. Er setzt sich schon seit langem zusammen mit vielen jüdischen Intellektuellen, wie Ilan Pappe und Judith Butler, für den Boykott Israels ein, der alle akademischen und kulturellen Institutionen umfasst, um einen Beitrag zu leisten im Kampf für die Beendigung der israelischen Besatzung und die Missachtung der Rechte der Palästinenser. Schon 2006 während eines Konzertes in Jerusalem vor 50 000 begeisterten Zuschauern sang er seine berühmte Protesthymne gegen den israelischen Sperrwall: "Another Brick in the Wall". Die Jüdische Gemeinde, die selbst den Boykott gegen Israel ablehnt, ruft abermals zum Boykott gegen andersdenkende, kritische Künstler auf. Das Konzert in Düsseldorf von Roger Waters war hoffentlich ein großer Erfolg im Kampf gegen "The Israel Wall".

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Autor: Evelyn Hecht-Galinski, Malsburg-Marzell