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27. Oktober 2010
Folgen der Handy-Strahlung
Es drängt sich der Verdacht auf, dass eher der Mobilfunk ungestört bleiben soll
31 Millionen Bundesbürger – so viele hatten schon 2004 Schlafstörungen – könnten nach dem Bericht aufatmen: Selbst ihr "tiefer Schlaf" (Tiefschlaf?) kann jedenfalls durch "Handystrahlen" nicht länger gestört werden. Wissenschaftler haben bestätigt: "Es wurde kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen übermäßiger Tagesschläfrigkeit oder starken Schlafstörungen und verschiedenen Expositionsabschätzungen beobachtet." Leichte Störungen sind hiernach aber leider nicht ausgeschlossen, und damit dürfte es zumindest mit "tiefem" Schlaf und garantierter Munterkeit am Tage weiterhin vorbei sein. Denn es ist unstreitig, dass "Handystrahlen" biologische Reaktionen auslösen können, vergleichbar einer "Tasse Kaffee". Das gilt erst recht, wenn nicht die in Basel geschätzten (geringen) Immissionswerte, sondern die um das zehn- bis 100-fach darüber liegenden, bei Schlafstörungen gemessenen Werte auftreten. Kein Wunder also, dass der Studienautor selbst von ausgebliebenen "starken" Einflüssen spricht und noch keine "definitive Klärung" sieht. So drängt sich bei der Suche nach Anlass und Ziel dieser verfrühten und fast schon irreführenden Nachricht der Verdacht auf, dass eher der Mobilfunk ungestört bleiben soll. Sicherstes Mittel gegen Schlaflosigkeit wäre nämlich weiter nur eine Beendigung der überflüssigen Durchstrahlung aller Wohn- und Schlafräume mit Mobilfunkwellen.
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Autor: Bernd Budzinski, Freiburg
