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13. Dezember 2014

Bahn

Schämt sich da denn keiner für dieses Trauerspiel bei uns?

Zu: "Bahn bremst Rheintalausbau", Beitrag von Franz Schmider (Politik, 4. Dezember):

Man kann nur den Kopf schütteln über das sture Verhalten der Bahn wegen angeblich zu hoher Mehrkosten für vernünftige und berechtigte Verbesserungsvorschläge der armen Menschen, die an der Bahnlinie wohnen.

Vergleicht man diese Mehrkosten mit den Gesamtkosten für Stuttgart 21, sind es doch nur "Peanuts". Sind wir Badener im Grunde doch nur Menschen zweiter Klasse?

Wenn die Zahlen Ihres Redakteurs Franz Schmider stimmen (und warum sollte man daran zweifeln?), ist selbst der Betrag für die teuerste Lösung des Rheintalstreckenausbaus immer noch niedriger als der Betrag, um den man uns vor der Abstimmung bezüglich Stuttgart 21 absichtlich belogen hat. Seit über 30 Jahren ist man am Planen. Wie lange hat es bei S 21 (trotz Protestverzögerung) gedauert beim rund Sechsfachen an Kosten? Wurde auch mal das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei beiden Projekten verglichen?

Denke ich an die Mühen, die die kleine Schweiz für die Verbesserung des Transitverkehrs mit dem Bau des Gotthard-Basistunnels auf sich nimmt, und an die Verträge, die man seitens der Bundesrepublik unterschrieben hat, frage ich: Schämt sich von den Politikern oder bei der Bahn keiner für das Trauerspiel, das bei uns veranstaltet wird?

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Autor: Hanspeter Ganter, Sasbach