Homöopathie

Versicherte zahlen, also sollen sie auch entscheiden

Edith Aenis (Weil am Rhein)

Von Edith Aenis (Weil am Rhein)

Do, 20. September 2018

Leserbriefe

Zu: "Homöopathie im Visier der Koalition", Beitrag von Norbert Wallet (Politik, 13. September)

Und immer wieder wird versucht, die Homöopathie schlecht zu reden. Die Pharma-Lobbby scheint hier ganze Arbeit zu leisten.

Als Versicherter möchte ich mich nicht nur auf die Schulmedizin verlassen, sondern das bezahlt bekommen, was mir hilft – und das ist oft die Homöopathie mit dem Vorteil ohne Nebenwirkungen. Es sind meine Beiträge und die meines Arbeitgebers, und eigentlich müssten die Versichterten bestimmen, was bezahlt wird, und nicht einige wenige von Lobbyisten umgarnten, sogenannten Experten.

Ich finde es schon fast unverschämt, wenn selbsternannte Experten darüber entscheiden, was dem Volk bezahlt werden soll. Es sind die Beiträge der Versicherten – und darüber sollten auch die entscheiden.

Mir kommt das ganze Theater so vor, als ob nicht sein kann, was nicht sein darf. Auf der einen Seite prangert man zu Recht an, dass zu schnell und zu viel Antibiotika verschrieben werden, will aber alternative Heilmethoden nicht bezahlen. Es geht hier wohl wie immer um das Geld, nicht um den Patienten.

Der Patient soll möglichst viel selber bezahlen, denn anscheinend wird das Geld wieder knapper, weil zu viele mitversichert werden müssen. Ich vertraue seit Jahren den alternativen Heilmethoden und bin, wie auch meine Kinder, sehr gut damit gefahren.

Statt diese alternativen Heilmethoden zu verteufeln, sollten unsere Experten sich lieber einmal die Erfolge ansehen. Dass diese nicht im Reagenzglas nachgewiesen werden können, ist ganz logisch, denn sie wirken ganz anders als die Pharmapillen, die meist nur die Symptome behandeln, aber nicht die Ursachen, denn sonst bräuchte man keine Dauermedikation.

Übrigens – Galilei konnte zu seiner Lebzeit auch nicht beweisen, dass die Erde rund ist, und galt als Ketzer. So viel zur Unfehlbarkeit unserer Experten.

Edith Aenis, Weil am Rhein