Freiburgs Klimaschutzziele

Noch mehr heiße Luft

Josef Pesch, Fesa Gmbh

Von Josef Pesch, Fesa Gmbh (Merzhausen)

Mo, 04. Februar 2019

Leserbriefe Freiburg

Die Stadt Freiburg hat ihre Klimaschutzziele schon mehrfach nicht erreicht, und dennoch die Latte höher gelegt – erst neulich wieder. Zum Kommentar "Protzen mit Prozenten", in der BZ vom 22. Januar, schreibt ein Leser:

Kann das überhaupt noch jemand Ernst nehmen, was die Stadt Freiburg seit fast zwei Jahrzehnten zum Thema Klimaschutz verkündet – und dann, ups, doch nicht halten kann?

Sinn macht ein solcher Klimaschutzplan nur, wenn er sanktioniert wäre. Stellt sich nach zwei Jahren heraus, dass die Ziele erneut nicht erreicht werden, dann zahlt die Stadt aus dem Haushalt einen satten Betrag in einen Klimaschutzfonds ein, der für Klimaschutzprojekte zur Verfügung steht. Sagen wir mal zehn Prozent des Jahreshaushalts (gerne auch mehr). Je weiter sie die Ziele zu verfehlen droht, desto höher wird der Betrag über die Restlaufzeit des Plans. ...

Nur dann wird die Verwaltung alle Hebel in Bewegung setzen, damit das auch was wird. Nur dann besteht eine Chance, dass die Ziele erreicht werden.

Sonst heißt es in einigen Jahren wieder: Ups, haben wir leider nicht geschafft, aber wir machen jetzt einen neuen Plan, mit viel Papier und noch mehr heißer Luft.

Aber ich habe bislang keinen Politiker gehört, der das ernsthaft fordern will. Es ist offenbar noch nicht heiß und trocken genug gewesen, letzten Sommer. Sonnige Grüße, Josef Pesch, Fesa Gmbh, Merzhausen