Dietenbach

Skandalöser Umgang mit Flächenressourcen

Hermann Hahn

Von Hermann Hahn (Freiburg)

Mo, 28. Januar 2019

Leserbriefe Freiburg

Ein Leser äußert sich zum geplanten Stadtteil Dietenbach und zu Innenentwicklung.

Vorbemerkung: Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zum neuen Stadtteil Dietenbach! Bezahlbarer Wohnraum ist, wenn überhaupt, nur auf städtischen Flächen realisierbar. Parallel dazu muss jedoch auch die Innenraumentwicklung mit aller Anstrengung weiter verfolgt werden. Auch hier geht es primär um Flächen in städtischer Hand. Nur dort ist sozialer Wohnungsbau realisierbar.

Ein aus meiner Sicht skandalöser Umgang mit Flächenressourcen betrifft die landeseigene Fläche zwischen Sautier- und Stefan-Meier-Straße. Ein kurzer Blick auf das Luftbild zeigt auf dem Gelände geschätzte 300 bis 350 Parkplätze mit lockerer Bebauung. Hier hält das Land Parkplätze in der Innenstadt für Landesbedienstete bereit – ein Skandal erster Güte. Auch bei einer grünen Landesregierung müsste angekommen sein, dass es ökologisch keine Alternative zur Benutzung von ÖPNV und Park & Ride für das Erreichen von Innenstadtarbeitsplätzen geben darf.

Längst überfällig wäre auf dem Gelände der Ersatz von alten, ineffizienten Bürogebäude durch neue flächenschonende. Erforderliche Parkplätze für Dienst- und Einsatzfahrzeuge wären auch in Tiefgaragen realisierbar. Die freiwerdenden Flächen böten immenses Potential für neuen sozialen Wohnungsbau. Hier sind meines Erachtens der OB und besonders unsere grüne Gemeinderatsfraktion gefragt, alles daran zu setzen, dass dieses Gelände unverzüglich vom Land an die Stadt verkauft wird. Dass die Stadt seit Jahren erfolglos mit dem Land verhandelt, ist bei der aktuellen Wohnungsnot ein Skandal erster Güte. Hermann Hahn, Freiburg