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19. März 2011

Leserbriefe

CAFÉ IRRLICHT
"Nachweislich falsche Behauptungen"
Weitere Reaktionen auf die diskutierte Kündigung des "Irrlicht"-Mietverhältnisses.
Die Art der Argumentation der SPD-Gemeinderatsfraktion zum Irrlicht hat mich, und mit mir viele Bürger und Bürgerinnen der Stadt, aufgerüttelt. Soll es wirklich politischer Stil in unserer Stadt sein, mit nachweislich falschen Behauptungen (Rauchverbotsverletzungen), die in der Pressemitteilung dem Leser aber als wahre Information erscheinen, zu arbeiten. Diese Technik der "großen Politik" stößt die Bürger nur weiter von den Parteien ab. Als Vater eines Vorstandsmitglieds des Irrlichts weiß ich, wie viel ehrenamtliches Engagement dazu gehört, diese Einrichtung lebendig zu erhalten. Dies leisten die Irrlichter neben Abiturstress, Studium und Beruf. Das Irrlicht ist keine normale Kneipe. Es leistet eine wichtige kulturelle und politische Arbeit für die Jugendlichen unserer Stadt und nahen Region. Dieses Engagement sollten wir fördern und nicht torpedieren. Eine Schließung des Irrlichts würde die Stadt ärmer und für viele junge Erwachsene als Wohnort unattraktiver machen. Viele Kritikpunkte der Stadtverwaltung basieren auf der nicht angemeldeten Begehung in den Irrlichträumen während der Sommerpause 2010. Dieses Vorgehen ist juristisch sicher zumindest zweifelhaft (Begehung der Mieträume ohne Information des Mieters). Die Führungsmannschaft des Irrlichts ist bereit, sich einem fairen Dialog zu stellen und Verfehlungen, welche in der Regel von Gästen verursacht wurden, konstruktiv entgegen zu wirken. Wenn wir in unserer Gesellschaft mehr engagierte Bürger fordern, sollten wir nicht eine der engagiertesten Gruppen demotivieren und bestrafen, sondern im gemeinsamen, ehrlichen Dialog von Stadtverwaltung und Irrlicht Lösungen finden. Ich jedenfalls bin sehr stolz auf das Engagement meines Sohnes im Irrlicht und wünsche mir, dass möglichst viele Bürger ihrer Unterstützung für das Irrlicht in der Gemeinderatssitzung am Montag durch ihr Kommen zeigen.

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Dr. Edgar Ney, Schopfheim

Autor: Dr. Edgar Ney, Schopfheim