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10. April 2017

Lesetipp

Friedemann Karig: Vom Ende der Monogamie

  1. Buchtitel Foto: BZ

Nachmachen Geschmackssache

Frau-Mann, Frau-Frau, Mann-Mann. So sieht das gängige Beziehungsmuster im Jahr 2017 aus. Wer nicht einsam ist, ist zweisam, doppelt hält besser. Der aus Waldkirch stammende Autor Friedemann Karig stellt dieses Modell in seinem Buch "Wie wir lieben" in Frage. "Die Monogamie ist ein Desaster", schreibt er. Jede zweite Ehe in Deutschland werde geschieden, die Hälfte aller Erwachsenen sei schon mal fremd gegangen. Karig hat Paare getroffen, die andere Modelle ausprobiert haben: Mach, was du willst und mit wem du willst, aber erzähl mir davon, zum Beispiel. Er erzählt von Glück und Vertrauen, aber auch von Tränen und Eifersucht. Diese Beziehungsgeschichten rührt er mit Popkulturreferenzen und Wissenschaftszitaten zu einem süffig lesbaren Cocktail zusammen. Sein Buch ist keine Aufforderung zur Promiskuität, eher eine zum Hinterfragen gängiger Muster. Nachmachen Geschmackssache – und auf jeden Fall auf eigene Gefahr.

Friedemann Karig: Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie. Verlag Blumenbar 2017, 304 Seiten, 20 Euro.

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Autor: pam