"Erklärung 2018" wird Petition

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 06. April 2018

Literatur & Vorträge

Künstler und Akademiker unterstützen Internet-Initiative.

Seit mehreren Tagen ist die sogenannte "Erklärung 2018", eine Petition für den Deutschen Bundestag, eine häufig angeklickte Seite in sozialen Netzwerken. Laut Initiatoren haben bis zum gestrigen Donnerstag bereits knapp 81 000 Unterstützer digital unterzeichnet. Die Eingabe wendet sich gegen eine "schrankenlose Migration" und den "Kontrollverlust" der Bundesregierung im Inneren des Landes. Initiiert hat die Erklärung Vera Lengsfeld, ehemalige Bundestagsabgeordnete der CDU und frühere DDR-Bürgerrechtlerin. Zu den 34 Erstunterzeichnern der ursprünglich im Internet als "Gemeinsame Erklärung" veröffentlichten Äußerung gehören Schriftsteller und Publizisten wie Eva Herman, Henryk M. Broder, Uwe Tellkamp, Sebastian Hennig, Thilo Sarrazin und Matthias Matussek.

Die Erklärung besteht aus zwei Sätzen: "Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird." Nachdem laut der Initiatoren binnen weniger Tage 2018 Unterzeichner gezählt worden waren, entschied man sich, aus der Erklärung eine Petition und sie damit für eine größere Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach 48 Stunden zählte die Petition, wie man auf ihrer Homepage lesen kann, bereits knapp 13 000 Unterstützer. In den sozialen Netzwerken verbreitete sie sich weiter und innerhalb weniger Tage kam die "Erklärung 2018" auf mutmaßlich 80 000 Unterschriften.

Aufgrund der hohen Zustimmung schaffen es die Betreiber der Internetseite nach eigenen Äußerungen zurzeit nicht, alle Namen wie vorgesehen zu veröffentlichen. Außer den zitierten zwei Sätzen beinhaltet die Petition die Forderung, den "Kontrollverlust der Regierung im Inland" zu beenden, "wirksame Hilfe für politisch Verfolgte" zu organisieren und zu prüfen, wo dies geschehen kann. Ein Gremium soll etabliert werden, in dem die Organisatoren folgende Mitglieder sehen: Udo di Fabio, Rupert Scholz, Barbara John, Seyran Ates und Hamed Abdel-Samad. Weitere Namen könnten laut Initiatoren demnächst folgen.