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15. Juni 2017 12:57 Uhr

Planungen laufen

Kommt ein Demenzdorf nach Löffingen?

Löffingen will einer Dortmunder Investorin einen Standort für ein Demenzdorf möglich machen. Geplant ist eine Wohnanlage für 44 Senioren, die dort ein selbstbestimmtes Leben führen sollen.

  1. Auch Löffingen will ein Demenzdorf mit Seniorenwohngemeinschaften. Foto: Christian Charisius/dpa

Auch nachdem sich der Gemeinderat unter drei vorgestellten Konzepten für ein Hotel und Wohnungen auf dem ehemaligen Bauhofareal entschieden hat, will die Stadt Löffingen die Konzepte eines Demenzdorfs und einer Wohnbebauung ebenfalls verwirklichen.

Ein neuer Standort soll her

Dafür sei man gewillt, für die Investorin einen anderen Standort möglich zu machen, sagt Bürgermeister Tobias Link, der bereits erste Gespräche mit der Investorin aus Dortmund geführt hat. Auch sie habe nach wie vor Interesse, ihr Projekt in Löffingen zu verwirklichen. Sie wolle sich jetzt die Lagepläne für ein Grundstück auf dem Bittenbachgelände ansehen und mit ihrem Planer diskutieren. Ob es bei diesem Gelände bleiben wird, vermochte Link allerdings noch nicht zu sagen. Zu einen müsste dafür die Skateranlage verlegt werden, zum anderen müssten noch Grundstücksangelegenheiten geklärt werden und nicht zuletzt ist der Baugrund in diesem Bereich ziemlich feucht. Sollte dieses Grundstück nicht zum Zuge kommen, werde man sich nach Alternativen umsehen, erklärt Link. Denn der demografische Wandel mache auch vor Löffingen nicht halt.

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44 Senioren sollen dort unterkommen und 45 Arbeitsplätze entstehen

Die Investorin Ute Kenjon kennt Löffingen bereits, weil ihre Mutter von dort stammt und sie als Kind oft in Löffingen in Urlaub war. Ihr Konzept sieht eine Wohnanlage für Seniorenwohngemeinschaften vor. Geplant waren vier Gebäude im Bungalowstil, in denen 44 Senioren unterkommen sollten. Mindestens 45 Arbeitsplätze sollten durch das Projekt entstehen – nicht nur für ausgebildete Pflegekräfte, sondern auch für Küchenpersonal und sonstige Bereiche. Angesichts der demografischen Entwicklung sei das Projekt zukunftsfähig, ist sich Kenjon sicher. Die Wohngemeinschaften seien nur eine Ergänzung zur stationären Einrichtung. Im Prinzip handle es sich um ambulante Pflege. Ihr Ziel ist es, den Senioren ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Kontaktaufnahme zu mehreren Investoren

Ute Kenjon ist ausgebildete Krankenschwester, hat einen eigenen Pflegedienst eröffnet, ist Sachverständige im Gesundheitswesen, Fachwirtin für Gesundheit und hat auch ein Materstudium zum Thema Demenz abgeschlossen. Inzwischen betreibt sie in Dortmund ein mittelständisches Unternehmen mit mehreren Demenzdörfern in verschiedenen Städten.

Auch um eine Kontaktaufnahme mit Investor Stefan Weißer von SWR-Bau in Villingen ist Tobias Link bemüht. Denn auch deren Konzept mit Wohnungen und eventuell einer Praxis oder Geschäften sei für Löffingen angesichts der Situation auf dem Wohnungsmarkt und der Tatsache, dass die Bevölkerungszahl wieder wächst, interessant. Gelungen ist ihm dies bisher allerdings noch nicht.

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Autor: Martin Wunderle