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10. Mai 2010

Absage an den Polizeifunk

Ortschaftsrat Gersbach mag sich mit BOS-Funkmast auf dem Mettlenkopf nicht anfreunden.

  1. Die Gersbacher wollen keinen Polizeifunkmast. Foto: Berger

GERSBACH (klab). Es bleibt dabei, die Mitglieder des Gersbacher Ortschaftsrats bekräftigten am Freitagabend noch einmal ihr grundsätzliches Nein zur Errichtung eines BOS-Digitalfunkmastes auf dem Mettlenkopf. Dieser ist in erster Linie gedacht, die digitale Versorgung des Wehratales sowie die Umgebung von Hasel mit dem neuen Tetra-Funknetz zu versorgen, was ausschließlich für die Rettungskräfte gedacht ist.

Im September vergangenen Jahres hatte sich das Ratsgremium, wie Ortsvorsteher Christian Walter berichtete, schon einmal mit dem Bauantrag für einen neuen Sendemast befasst. Der Antrag wurde damals mit sieben Stimmen – bei einer Enthaltung – vom Ortschaftsrat abgelehnt. An dieser Einschätzung hat sich auch nach der im März in Schopfheim durchgeführten Infoveranstaltung der Stadt nichts geändert.

Ihre Ablehnung gegen das Vorhaben begründete Sabine Greiner einerseits mit dem Landschaftsschutzgebiet, auf dem der BOS-Funkmast errichtet werden soll. Gleichzeitig verwies die aktive Rot-Kreuz-Ausbilderin auf die teuren Funkgeräte, die man beim DRK bereits angeschafft habe - und die mit Einführung des Tetrafunks schon wieder überholt wären. Außerdem befürchtet die Ratsvertreterin mögliche gesundheitlichen Risiken, die bei BOS nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden können.

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Ähnlich äußerten sich auch die Ratsvertreter Manfred Deiss und Ernst Mulflur. "Die Risiken für die Gesundheit konnten" – aus ihrer Sicht – "beim Expertengespräch in Schopfheim nicht eindeutig widerlegt werden". Auch sie blieben bei ihrem uneingeschränkten Nein. Ortsvorsteher Christian Walter, der ebenfalls mit Nein stimmte, machte jedoch deutlich, die Ablehnung richte sich nicht gegen den geplanten "Behördenfunk". Jetzt liege die Entscheidung beim Gemeinderat, der sich am Montag mit diesem Thema beschäftigen wird, so Walter.

Jagdplanung für Gersbachs Reviere verabschiedet

In den vier Revieren des Gersbacher Forstes sollen in den kommenden drei Jahren insgesamt 393 Stück Rehwild erlegt werden. Zum Abschuss freigegeben werden für den Jagdboden I insgesamt 60 Stück Rehwild. 96 Tiere dürfen im Jagdbogen II a erlegt werden. Im Jagdbogen II b sind es 86 Stück Rehwild und im Jagdbogen Gersbach III sogar 151 Tiere. Auffallend hoch ist ebenfalls die große Anzahl Dachse und Füchse, die – wie Ortsvorsteher Christian Walter bekannt gab – in den vergangenen drei Jahren in Gersbach erlegt wurden.

Den Jagdpächtern vor die Flinten liefen in diesem Zeitraum nicht weniger als 169 Füchse und 64 Dachse. Zahlen über das erlegte Schwarzwild, so Ortsvorsteher Walter, lägen ihm keine vor, da diese gesondert erfasst würden.

Gleichzeitig bedankte sich Ortsvorsteher Christian Walter bei allen Helfern und Rettern, die sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag an der Suche nach dem vermissten Rentner beteiligt hatten. Walters Dankeschön galt neben der Feuerwehr Gersbach auch den Wehrteilnehmern aus Schopfheim, den DRK-Helfern, der Rettungshundestaffel sowie der Polizei und den aufmerksamen Waldarbeitern, die den Vermissten schließlich lebend finden konnten. Walter: "Es zeigt, dass wir uns auf unsere Rettungskräfte verlassen können".

Autor: klab