Das Paradies gleich vor der Haustür

Sara-Lynn Zundl

Von Sara-Lynn Zundl

Do, 24. August 2017

Lörrach

Vielfältiges Ferienprogramm im Zentrum für Spielen und Gestalten der Kaltenbach-Stiftung / Medien sind auf dem Gelände tabu.

LÖRRACH. Das eine Kind füttert mit Freude den Hasen, andere spielen vergnügt Fußball auf einer der großen Wiesen, die zum Zentrum für Spielen und Gestalten gehören. Das Sommerferienprogramm der Dieter-Kaltenbach-Stiftung gibt Jungen und Mädchen die Möglichkeit, kreativ zu sein und sich auszutoben. Die Stiftung bietet ein offenes Ferienprogramm mit pädagogischer Betreuung und diverse anmeldepflichtige VHS-Kurse für Kinder und Jugendliche an.

Die Selbstbestimmung und freie Wahl der Aktivitäten und Spiele hat oberste Priorität für das betreuende Team. "Das Offene unterscheidet uns, das Gelände bietet so viel Spielmöglichkeiten", erklärt Cynthia Dörfler, die zum Team gehört.

100 Plätze stehen täglich für das offene Ferienprogramm zur Verfügung. Es kommt vor, dass alle Plätze belegt sind. Für berufstätige Eltern ist aber Planungssicherheit ganz wichtig. Wer also sicher sein will, dass sein Kind dabei ist, kann es auch für das offene Programm anmelden – dann aber nur wochenweise. Eine Anmeldung ist in der Regel bis zu sechs Wochen vor Beginn der jeweiligen Ferien möglich.

Das offene Ferienprogramm lässt den Kindern die freie Wahl bei Spielen und Aktivitäten. Auf dem Stiftungsgelände ist so Vieles möglich – man kann drinnen und draußen spielen, kann kicken, Tischtennis und Tischkicker spielen, Brettspielen machen und sich an Sportgeräten vergnügen, es gibt das große Spielgerät in Form eines Schiffes und Vieles mehr. Bei gutem Wetter wird auch eine Wasserrutsche aufgebaut. Naturpädagogische Ausflüge gehören zu dem Programm. So können die Kinder im Wald Baumhütten bauen und den Wald in der näheren Umgebung zusammen mit einem Betreuer erkunden.

Die Jungen und Mädchen sind begeistert von dem, was sie her erleben. "Man hat viel Platz, man kann sich austoben", erzählt Florian Herr begeistert. Er ist eines der älteren Kinder und unterstützt die Betreuer, indem er als Streitschlichter und Helfer fungiert. Pädagogische Kräfte bilden die Basis der Mitarbeiter und Betreuer. Andere bringen fachliches Knowhow mit, zum Beispiel beim Töpfern. Dadurch entstehe eine gute Mischung, erzählt Sebastian Kaltenbach, der Leiter des Fachbereichs Gestalten.

Eine Gruppe junger Mädchen gibt amüsiert Geschichten weiter, die ihnen ihr Betreuer während des Töpferns erzählt hat. Ein Junge schwärmt von den vielen Spielmöglichkeiten hier. Das Improvisationstheater präsentiert mit Begeisterung Szenen der Aufführung am Abend. Je nachdem, welcher Fachleiter gerade da ist, variiert das tägliche Spektrum an Aktivitäten. Zusammengestellt wird das Ferienprogramm von Sebastian Kaltenbach und Raphael Kunz. "Wir wollen Kinder, die Kinder sein dürfen", sagt Kaltenbach. Medien bleiben auf dem Gelände außen vor.

Die Städte Lörrach und Weil am Rhein unterstützen die Ferienprogramme finanziell. Wer in Lörrach oder Weil wohnt, zahlt darum 7,50 Euro für einen Tag im offenen Programm, Kinder aus anderen Gemeinden zahlen 12,50 Euro. Ein Mittagessen kann von den Eltern vor Ort für 4 Euro dazugebucht werden.

Info: Das offene Ferienprogramm und Kurse sind buchbar unter http://www.kaltenbach-stiftung.de und direkt vor Ort. Auch für die Herbstferien sind schon Anmeldungen möglich.