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29. Juli 2009 18:06 Uhr

Deutsch lernen im Sommercamp

Zum dritten Mal findet in den Ferien das Sommercamp zur Sprachförderung im Alten Wasserwerk statt. Die 25 Plätze für Grundschüler mit Migrationshintergrund waren schnell vergeben.

  1. von links: Jürgen Wiesenhütter (SAK), Inge Wehrle (Seminars für Didaktik und Lehrerbildung), Stefan Dieterle (FB Jugend/Schule/Sport) Foto: ktz

Die Warteliste ist lang. Möglicherweise wird es im nächsten Jahr zwei Gruppen geben. Die Kooperationspartner sind dafür offen, sagt Fachbereichsleiter Thomas Wipf.

"Das ist eine tolle Einrichtung", sagt Inge Wehrle, stellvertretende Leiterin des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung in Lörrach, die dort auch für das Projekt verantwortlich ist. Wie wichtig Sprachkompetenz für den Lernerfolg und die Lebensituation ist, ist hinlänglich bekannt. Nicht nur die Kinder aus Lörracher Grundschulen, die in den Ferien fachlich kompetent betreut und gefördert werden, profitieren davon, sondern auch die beteiligten jungen Lehrkräfte. Zwei, die Erfahrung in Jugendarbeit haben und deren Spezialgebiet Deutsch als Zweitsprache ist, steigen neu ein, an ihrer Seite zwei Kollegen, die im vorigen Jahr im Camp dabei waren.

Zum Betreuungsteam gehören auch Mitarbeiter des Sozialen Arbeitskreises (SAK). Dessen Geschäftsführer Jürgen Wiesenhütter betont, dass der Sommercamp-Ort auch für den Erfolg wichtig sei. Im Alten Wasserwerk neben dem Parkschwimmbad erinnere nichts an Schule, der Ort werde von den Kindern als Freizeitort wahrgenommen.

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Campteilnehmer haben es in der Schule leichter

Das Sommercamp wurde in den Schule vorgestellt. Diese melden auch Kinder, bei denen sie Förderbedarf sehen. Da in den Schulen auch erlebt werde, dass frühere Campteilnehmer in der Schule erfolgreicher und integrierter seien, brauche man nicht mehr eigens zu werben, weiß Stefan Dieterle (FB Jugend/Schule/Sport). Die Warteliste von 30 bis 40 Kindern spricht für den Bedarf die Akzeptanz dieses Sprach-Sommercamps. Hier erweitern die Kinder spielerisch ihre Kompetenz in der Anwendung der deutshen Sprache, verbunden mit einem Freizeitprogramm und intensiver pädagogischer Begleitung.

Die Kooperationspartner Stadt, Seminar und SAK haben das Sommercamp verbessert. Dazu trägt auch Frank Intlekofer bei, der im ersten Camp dabei war, unterdessen eine internationale Vorbereitungsklasse unterrichtet und nun im Seminar als Ausbilder für Deutsch als Zweitsprache seine Erfahrungen an die jungen Kolleginnen und Kollegen weitergibt, wie Inge Wehrle erläuterte. Gerade dies Nachhaltigkeit sei besonders wichtig. Im Sinne wünscht sich die stellvertretende Seminarleiterin auch Fortbildungsangebote des Staatlichen Schulamtes für die Lehrer in den Schulen.

Finanziert wird das Sommercamp vom städtischen Fachbereich Jugend/Schule(Sport mit 9000 Euro. Für jedes Kind ist ein Beitrag von 30 Euro für das zweiwöchige Sommercamp, Essen inklusive, zu bezahlen. Das Sommercamp findet vom 24. August bis 4. September statt.

Autor: Nikolaus Trenz