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14. Oktober 2011

Ein Sprung um Lichtjahre

Das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung hat sein neues Domizil auf dem Hornschuch-Areal bezogen.

  1. Bürgermeisterin Marion Dammann überreicht Direktor Xaver Anders und seiner Stellvertreterin Ingrid Wehrle eine Uhr zur Einweihung des neuen Standortes. Foto: britta wieschenkämper

LÖRRACH. Mitarbeiter, Ausbilder und Lehreranwärter des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung freuen sich über ihr neues Domizil. Vor gut einem Monat hat das Seminar die zweite Etage der Alten Spinnerei-Weberei auf dem Hornschuch-Areal in Haagen bezogen. Mit einem Festakt, der musikalisch vom Pariser Profi-Cellisten Dilshod Nazarov begleitet wurde, feierte das Seminar seine Einweihung und präsentierte seine neuen Räumlichkeiten.

Helle, großzügig geschnittene Räume und reichlich Platz für alle Seminargruppen – die neuen Räumlichkeiten stellen eine deutliche Verbesserung zu denen im ehemaligen Suchardgebäude in der Brombacherstraße dar. Dort war es reichlich eng geworden, auch entsprach die räumliche Ausstattung nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Einrichtung. Bürgermeisterin Marion Dammann zeigte sich froh, dass das Seminar einen passenden neuen Standort in Lörrach gefunden hat. Der Stadt habe es sehr am Herzen gelegen, eine Lösung für das Raumproblem zu finden. "Es ist für Lörrach ein Gewinn, dass Sie hierbleiben", sagte sie.

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Lange Suche nach neuem Standort

Vier Jahre habe das Seminar nach einem neuen Standort gesucht, sagte Direktor Xaver Anders. Nachdem im Frühjahr die Verträge unterschrieben waren, habe das komplette Kollegium in einer zweitägigen Klausurtagung das neue Seminar geplant. Da die Mitarbeiter den Zuschnitt und die Einrichtung der neuen Lehrraume selbst konzipieren konnten, sind die Rahmenbedingungen für die Ausbildung der Lehreranwärter ideal.

Für die Mitarbeiter des Seminars war der Umzug ein ziemlicher Kraftakt, der zusätzlich zum "Kerngeschäft" geleistet wurde, wie Anders sagte. Dieses sei die "Lehrerausbildung, Mentorenfortbildung, Schulbegleitung und Weiterentwicklung von Schule und Unterricht im Rahmen der bildungspolitischen Schwerpunkte, wie zum Beispiel die inklusive Beschulung, die Medienerziehung, die Herausforderung, individualisierend auszubilden und zu begleiten." Alle Mitarbeiter hätten tatkräftig angepackt und schon im Vorfeld viel Energie in die Planung der Gestaltung aufgewendet.

Carlo Fleig vom Regierungspräsidium Freiburg betonte die qualitative, inhaltliche Entwicklung, die das Seminar in den letzten beiden Jahrzehnten gemacht habe. Er habe vor 26 Jahren das Seminar besucht, als es noch in Brombach war. "Räumlich ist das Seminar nur einen Kilometer vom alten Standort entfernt, qualitativ aber Lichtjahre", so Fleig. Glücklich ist auch Volker Henkel, der als Investor das Hornschuch-Areal umgebaut hat. Er habe einige schlaflose Nächte gehabt, bevor er wusste, dass er Mieter für die Gebäude findet. Schließlich hatte er sehr viel Geld in die Modernisierung und Sanierung der Gebäude investiert und hatte mit der Realschule zunächst nur für ein Jahr einen Mieter. Der Mietvertrag für das Seminar läuft zunächst auf zehn Jahre. Auch weitere Mieter hätten sich inzwischen gefunden. Es zieht unter anderem ein Reha-Zentrum, eine Tierarztpraxis, eine Gebäudereinigung und das Steinbeis-Transferzentrum ein.



Autor: Britta Wieschenkämper