Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

06. Oktober 2011

Eine Schule zeigt, wofür sie steht

Das Herbstfest ist für die Freie Waldorfschule ein Höhepunkt im Jahr / Wieder mehr Erstklässler.

LÖRRACH (jo). Zum wichtigsten Großereignis in der Freien Waldorfschule zählt das Herbstfest, das immer am zweiten Sonntag im Oktober gefeiert wird. Am 9.Oktober wird es wohl wieder Anziehungspunkt für Hunderte von Gästen sein. Willkommen sind vor allem Kinder und deren Eltern, die sich über die Atmos-phäre und die Möglichkeiten in der Schule informieren wollen. Zwischen 11 und 17 Uhr wird ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm geboten, das von Theaterstücken, Zirkusvorführungen und Märchenerzählungen geprägt ist.

Dazwischen gibt es unzählige Stationen, in denen sich kleine und größere Kinder ins Spiel vertiefen und verschiedene Fertigkeiten üben können. Die Ausstellung von Schülerarbeiten, ein Flohmarkt, ein Antiquariat, Bewegungsspiele, die Rollenrutsche und der Klanggarten im Grünen locken ebenso wie die Seifenküche. Kulinarisches gibt es in Hülle und Fülle, denn die Eltern braten, backen, kochen im Vorfeld und frischer Apfelsaft fließt aus der Trotte. Ein riesiges Kuchenbuffet und die Salatbar lassen kaum Wünsche offen.

Werbung


Eltern und die Lehrer der Schule geben Auskunft zu Einzelheiten der Schul-Philosophie. "Manche Menschen hegen ein Zerrbild von 'Schule light', wenn sie von der Freien Waldorfschule sprechen. Das kann man im Gespräch leicht korrigieren. Dieses Fest ist für unsere Öffentlichkeitsarbeit enorm wichtig", sagt Geschäftsführer Christian Scheel im Vorgespräch mit der BZ. Als Vertreterin des Festgestaltungskreises, der zusammen mit Schülern seit Monaten Ideen entwickelt hat, freut sich Alexandra Krombholz-Reindl auf das Fest, ,"bei dem es seit 21 Jahren immer gutes Wetter gab".

In vierzehn Klassen (die 10. wird zweigleisig geführt) werden derzeit 350 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Zimmer sind für 32 Schüler ausgelegt, aber die meiste Zeit verbringen die Kinder in Lerngruppen von zwölf bis fünfzehn. Im handwerklichen Bereich, der einen Schwerpunkt im Schulalltag darstellt, gibt es häufig auch Gruppen von nur acht Kindern. "Das ist das pädagogische Paradies" schwärmt Christian Scheel. "Künstlerische Prozesse dienen der Selbsterziehung und schulen die Persönlichkeit. Dieses Privileg gegenüber staatlichen Schulen müssen wir stets hervorheben."

Im vergangenen Jahr gab es bei den Anmeldezahlen einen Einbruch. Nur 18 "Neue" wurden aufgenommen. In diesem Jahr sind es wieder 29 Kinder, die sich im Haus eingewöhnen. Für die Mittelstufe gibt es eine Warteliste, die "Quereinsteiger" je nach Platzangebot auffüllen. In der Oberstufe sind noch einige Kapazitäten frei, sagt Scheel. Erst nach Aufnahme eines neuen Schülers oder einer Schülerin wird über die Konditionen gesprochen, zu denen er oder sie dort unterrichtet wird. Pro Familie liegt der Monatsbeitrag zwischen 50 und 400 Euro, je nach individuellen finanziellen Möglichkeiten, freiwillig ist die Skala nach oben offen.

Herbstfest der Freien Waldorfschule, Inzlinger Straße 51, Eröffnung 11 Uhr, 11.30 "Die Bremer Stadtmusikanten" (ab 3 J.), 13 und 15 Uhr Zirkus Firlefanz, 16 Uhr Taschenoper "Orpheus und Eurydike" nach Gluck.

Autor: jo