Kunst bewegt – auf vielerlei Art

Barbara Ruda

Von Barbara Ruda

Fr, 04. Mai 2018

Lörrach

Aktionen des Vereins Bildende Kunst und der Schönfärberei.

LÖRRACH. Die Bildende Kunst ist bei der zweiten gemeinsamen Kulturnacht der Städte Lörrach und Weil am Rhein heute ab 19 Uhr ein großes Thema. In Lörrach haben Künstler erneut spannende Aktionen vorbereitet.

Nach den Skizzenbüchern von vor zwei Jahren präsentiert der Verein Bildende Kunst Lörrach (VBK) in der Velöhalle wieder ein spannendes Projekt. Die Besucher erwartet bei der "Mobilen Kunst" ein Feuerwerk visueller Kreativität, wie die Vorsitzende Marga Golz verspricht. Mobilität stehe nicht bloß für Kunst, die außerhalb von Museen und Galerien gezeigt werde. Vielmehr verweist der Ausstellungsort – das Fahrradparkhaus am Lörracher Bahnhof – auch auf gesunde und zudem umweltfreundliche Mobilität. Neben Werken auf Staffeleien gibt es in der Velöhalle eine mobile Rauminstallation aus zahlreichen, von Kunstschaffenden der Region gestaltete Holzkuben, die von den Besuchern nach Belieben neu kombiniert und zu Bildern gedreht werden dürfen. Hundert Stück hat der VBK ausgegeben mit den einzigen Vorgaben des Formats (80 x 80 Zentimeter) und dass eine Seite Grüntöne und die gegenüberliegende Seite Grautöne haben muss. "Es werden am Ende wohl an die 80 Kuben sein", schätzt Marga Golz. Von 19 bis 24 Uhr werden Mitglieder des Vereins vor Ort präsent sein und über die gemeinsame Kunstszene in der Region informieren. Gerade rechtzeitig zur Kulturnacht wurde unter dem Signet "Drei-ARTig" ein gemeinsames Flugblatt der drei Kunstvereine von Lörrach, Weil am Rhein und Schopfheim aufgelegt. Begleitet wird die Ausstellung zwischen 20.30 und 21.30 Uhr von Schülern der Städtischen Sing- und Musikschule Weil mit Pop und Jazz nach Ansage.

In der VBK-Ausstellung "Paper art" im Dreiländermuseum bietet Papierkünstlerin Elke Muche bis 22.30 Uhr immer zur halben Stunde den Workshop "Keine Angst vorm Falten" an. Es geht dabei wie sie erklärt nicht um typisches Origami. "Wir falten ein Relief nur mit den Händen. Werkzeuge werden nicht benutzt. Die Form, die herauskommt, überrascht mit schönen Licht- und Schatteneffekten." Das Papier wird gestellt, das Werk ist am Ende so klein zusammenfaltbar und so unempfindlich, dass es in jede Handtasche passt.

Die Kunstschaffenden der Ateliergemeinschaft Schönfärberei im Aichelepark kreieren erstmals live ein gemeinsames Kunstprojekt. Jeweils an Shuttle-Bus-Stationen arbeiten die Künstler in ihrer Lieblingstechnik daran, dass zum Schluss eine Reihe von spannenden Bildern entsteht. Die angefangenen Werke pendeln zwischen den Stationen im Bus. Die Besucher sollen helfen, die Bilder an der nächsten Station dem nächsten Künstler weiterzureichen. Michael Jaks wird in Brombach arbeiten, Dina Rosas beim Nellie Nashorn, Vera Rinker-Roth in der unteren Wallbrunnstraße und Christoph Geisel am "Alten Rathaus" in Weil am Rhein. Wenn es richtig dunkel wird, wollen die Künstler ihre Arbeit beenden und die Werke an der letzten Station sammeln und zeigen. Gegen 23 Uhr, so schätzt Christoph Geisel, sollten dann alle Kunstwerke samt der beteiligten Künstler am Alten Rathaus in Weil sein.