Qualifikation

Lörracher HTG-Schüler treten beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht" an

Lea Schnattinger

Von Lea Schnattinger

Fr, 25. Mai 2018 um 15:32 Uhr

Lörrach

Das Hans-Thoma-Gymnasium kann am Sonntag Schule des Jahres werden: Fünf HTGler sind beim Bundeswettbewerb von "Jugend forscht" in Darmstadt dabei.

Zwei Teams des Phaenovum-Schülerforschungsteams Lörrach-Dreiländereck haben sich im März beim Landeswettbewerb von "Jugend forscht" für die deutschlandweite Entscheidung qualifiziert. Der 53. Bundeswettbewerb hat am Donnerstag in Darmstadt begonnen, am Sonntag stehen die Gewinner fest. Dieses Jahr stellen dort nach Angaben des Veranstalters 182 Schüler ihre 105 Forschungsprojekte vor.

Schallwellen mit Seifenblasen sichtbar machen

Alexandra Martin (16), Yasmin Mudderis (15) und Nahae Kühn (15) vom Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach (HTG) stellen in Darmstadt ihr Projekt "Akustische Levitation – Kugeln im Lotussitz" in der Kategorie Physik vor. Die Schülerinnen nutzen das physikalische Phänomen "Akustische Levitation". Sie können mit einem Ultraschall-Lautsprecher, Styroporkugeln in einem Schallfeld zum Schweben bringen. Des Weiteren können, die drei die Schallwellen durch Seifenblasen erkennbar machen.

Das zweite Team, ebenfalls vom Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach bestehend aus Leander Hartenburg (16) und Leon Klein (16), qualifizierte sich im Gebiet Geo- und Raumwissenschaften. Ihr Projekt trägt den Namen "FeiSoLo – Durchblick im Feinstaubnebel". Die Jungs untersuchen mit ihren selbstgebauten Modulen dauerhaft die Feinstaubsituation in Lörrach. Damit zeigen die beiden, dass preisgünstige Feinstaubmessungen in Städten umsetzbar sind. In Lörrach hatten die Schüler 19 Sensoren aufgestellt. Die Luft in Lörrach ist sehr gut, lautete das Ergebnis der Messung. Lediglich in Tüllingen stellten die Jungforscher erhöhte Werte fest.

Das HTG ist eine von 17 nominierten Schulen

Der Bundeswettbewerb von "Jugend forscht" endet am kommenden Sonntag. Dort wird sich dann zeigen, was die beiden Lörracher-Teams drauf haben. Beim Wettbewerb in Darmstadt wird auch Deutschlands Schule des Jahres 2018 ausgezeichnet. Das HTG sei mit 16 weiteren Schulen aus Deutschland nominiert, wie das Lörracher Gymnasium mitteilt. Es sei im März als beste Schule Baden-Württembergs nominiert worden. Der Gewinner erhält 3141 Euro. Die Summe ist an die Zahl Pi (3,141) angelehnt. Die Konferenz der Kultusminister der Länder verleiht seit 2007 den Preis. Laut HTG zeichnet der Preis Schulen aus, denen es gelingt Schüler in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu fördern.

Kooperation mit Phaenovum sei gewinnbringend

Das Lörracher Gymnasium konnte die Jury mit ihrem Schulprofil überzeugen. In der Mitteilung nennt die Schule das Phaenovum und die Kooperation mit der Universität Basel und der Dualen Hochschule in Lörrach. Schulleiter Frank Braun wird beim Wettbewerb erklären, wie das HTG versucht, junge Schüler zu fördern. Er sei stolz, dass das Gymnasium nach 2015 und 2017 eine erneute Chance auf den Titelgewinn hat. "Dies ist eine bundesweite Anerkennung der exzellenten MINT-Förderung am HTG und Phaenovum", erklärt der Schulleiter in der Mitteilung. Auch Lörrachs Oberbürgermeister Jörg Lutz, zugleich Vorsitzender des Phaenovums, sieht in der Kooperation des Zentrums mit der Schule einen wesentlichen Beitrag für die Nominierung.

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