MEINE WOCHE: Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 24. Januar 2017

Lörrach

KULTURTIPP: Jacqueline Plum empfiehlt Veranstaltungen in Lörrach und Basel – Bedrückendes, Heiteres und Visionäres.

LÖRRACH (BZ). Mit dem Besuch einer besonderen Theateraufführung in Basel, der Aussicht auf ein unterhaltsames A-Cappela-Programm im Burghof und dem Abtauchen in virtuelle Kunstwelten wieder in Basel blickt Jacqueline Plum auf eine abwechslungsreiche Kulturwoche in der Region.

Eine kleine "Zeitmaschine"
Meine Woche beginnt am Mittwoch mit dem Besuch des Theaterstücks Die Grenzgängerin im kleinen Theater "Lo Studiolo"! Basel. In einer Art Gartenhaus mitten in Basel erweckt Satu Blanc Historisches zum Leben. Die Schauspielerin und Historikerin entführt ihr Publikum in längst vergangen geglaubte Zeiten, die sich oft als erstaunlich gegenwärtig entpuppen. Zurzeit präsentiert die Solokünstlerin ein Stück über die Grenzregion Riehen und Basel während des Zweiten Weltkrieges.

Die Geschichte: Riehen, Zweiter Weltkrieg. Die Grenze zu Deutschland ist geschlossen. In großer Zahl strömen Flüchtlinge in die vermeintlich sichere Schweiz, von wo sie gemäß offizieller Weisung zurückgeschickt werden. Die lokale Bevölkerung, ohnehin schon stark durch den Kriegsalltag belastet, steht unter enormem Druck. Auch Hanna, bis dahin angesehene Gattin des Obergrenzwächters von Riehen, muss sich eines Tages zwischen Gewissen und Gefühl entscheiden, ob sie einem Flüchtling helfen soll oder nicht. Vorstellungen noch bis zum 16. Februar, St. Galler-Ring 160, Basel. Anmeldung erforderlich unter: http://www.satublanc.ch

Harmonische Zukunft inbegriffen!
Für Donnerstag empfehle ich den spritzigen Gesang der Lalelu A Capella Company im Burghof Lörrach. Die Künstlerinnen und Künstler brauchen nur ihre Stimmen und kein einziges Instrument, um ihr Publikum musikalisch zu unterhalten und zum Lachen zu bringen. Mit ihrem einzigartigen Mix aus Gesang und Komik, Show und Parodie, Pop und Klassik begeistern sie ihre Fans seit mehr als 20 Jahren. In ihrem aktuellen Programm "Muss das sein?! – Das Trendprogramm" blicken die vier A-Cappella-Sängerinnen und -Sänger als Trendscouts nach Vorne: "In einer wegweisenden Show voller Vorahnungen, Weitblicke und virtueller Bebauungspläne singen die Vier eine Zukunft herbei, die harmonischer nicht sein kann", so heißt es in ihrer Programmankündigung. Mehr davon! Am 26. Januar, 20 Uhr, im Burghof, http://www.burghof.com

Virtuelle Realität und Kunst in Basel
Am Samstag besuche ich die Ausstellung "Die ungerahmte Welt" im Haus der elektronischen Künste Basel (HeK) und lasse mich in virtuelle Welten entführen. Erstmals zeigt das HeK, wie sich Kunst mit der Virtual Reality (VR) auseinandersetzt. Neun internationale Künstlerinnen, Künstler und Künstlerkollektive präsentieren Arbeiten, die die virtuelle Umgebung mit dem realen Ausstellungsraum verknüpfen. "Ungerahmt" bedeutet dabei, dass man eine VR-Brille aufsetzen muss und mit dieser vor den Augen keinen Rahmen mehr sieht, sondern in eine Welt mit 360 Grad-Blick eintauchen und dazu noch auf Dinge interaktiv einwirken kann. Somit werde ich als Besucherin auch Teil des virtuellen Kunstwerkes. Darauf bin ich gespannt.

Die Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Architektur und Urbanität, körperlicher Wahrnehmung, physikalischen Gesetzen, Poesie und Identität. Noch zu sehen bis zum 5. März im Haus der elektronischen Künste Basel, Freilager-Platz 9, Münchenstein/Basel, http://www.hek.ch/#c1

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