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26. März 2011

Neue Eindrücke für Kampf gegen Beschneidung

Lörracherin zurück aus Afrika.

  1. Voller Einsatz für die Entwicklungshilfe. Christiane Vollquardsen bei der Inbetriebnahme eines Brunnens in Tansania. Foto: Privat

Es war eine sehr weite Reise für einen guten Zweck. Christiane Vollquardsen unterstützt den Verein Netzwerk Rafael, der sich gegen die Beschneidung von Frauen in Tansania stark macht. Das Netzwerk Rafael unterstützt Projekte in dem ostafrikanischen Land. Vollquardsen ist dorthin geflogen, um sich die Arbeit selbst anzusehen. Jetzt ist sie zurück und will auf das Thema aufmerksam machen und darüber informieren.

Fast 7000 Kilometer liegen zwischen Deutschland und Tansania. Christiane Vollquardsen hat sie zurückgelegt – und das nicht um Urlaub zu machen. Die Lörracherin unterstützt seit vielen Jahren von Deutschland aus das Netzwerk Raffael, das gegen die weibliche Genitalverstümmelung kämpft, die in Tansania kulturell verankert ist. In Deutschland verkauft Vollquardsen selbst gemachte Rosen und Karten, spendet den Erlös an den Verein. Der Verein wiederum unterstützt Projekte, die in Tansania mit Aufklärungsarbeit gegen Beschneidung bei Frauen vorgehen. Diese Projekte wollte die Lörracherin kennenlernen.

"Das waren zwei intensive Wochen. Ich habe unglaublich viel gesehen und gelernt", sagt Vollquardsen. Während ihrer Reise durch Tansania hat sie gleich mehrere Dörfer besucht, in denen Projekte verwirklicht wurden, die das Netzwerk unterstützt hat. In einem Dorf, in dem Menschen des Massaistammes leben, war Vollquardsen mit dabei, als ein Brunnen eingeweiht wurde. Der Brunnenbau wurde nicht allein vom Netzwerk Rafael bezahlt, hier war die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beteiligt. Die GIZ ist ein zentrales Organ der Entwicklungshilfe der Bundesrepublik Deutschland. In einem anderen Dorf soll eine weiterführende Schule entstehen. In beiden Ortschaften findet gleichzeitig Aufklärungsarbeit über weibliche Beschneidung statt. Außerdem sind die Infrastrukturprojekte an die Bedingung geknüpft, dass wirklich keine Frauen mehr beschnitten werden. "Es ist wahnsinnig interessant zu sehen, dass aus einem Projekt gegen Beschneidung solche Folgeprojekte ergeben", sagt Christiane Vollquardsen.

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Heute mit Infostand in der Migros in Lörrach

Sie will ihre neuen Erfahrungen und ihr Wissen über die Arbeit in Afrika jetzt in Deutschland anbringen. Deswegen hat sie sich an Gymnasien in Lörrach und den umliegenden Städten wie Rheinfelden gewandt, will dort auf Anfrage mit den Schülern der Oberstufe Projekttage zu dem Thema halten. Außer Schülern würde Christiane Vollquardsen aber auch gerne mit anderen Menschen über die Arbeit des Netzwerk Rafaels deren Notwendigkeit sprechen. Heute ist sie deshalb mit einem Infostand bei Migros in Lörrach.

Mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es unter: http://www.netzwerk-rafael.de

Autor: Sebastian Wolfrum