Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

23. April 2010

Wie sieht die Biene unter dem Mikroskop aus ?

Neuer Schwerpunkt der Ökostation: wissenschaftliches Arbeiten.

  1. Neu bei der Ökologiestation sind deutsch-französische Arbeitshefte. Foto: BZ

LAHR (BZ). Neues von der Ökologiestation auf dem Langenhard: Das Team um Antje Kirsch und Jörg Streib hat deutsch-französische Arbeitshefte entwickelt. Zudem soll der Schüleraustausch um den Aspekt des naturwissenschaftlichen Arbeitens erweitert werden.

Die Kombination von Sprachvermittlung, Kennenlernen der Kultur des Nachbarn und Naturerleben habe sich bewährt, so das Team zum Konzept der Ökologiestation. "Dank der Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung konnten wir das Projekt Naturerleben und Sprache entwickeln und erste Materialien erstellen." So gebe es inzwischen deutsch-französische Arbeitshefte zu den Themenbereichen Wald und Streuobstwiese sowie ein Begleitheft für Lehrkräfte, das über die Strukturen der Umweltbildung im Elsass und in Baden-Württemberg informiere. Nach vierjähriger Projektfinanzierung ist die Förderung durch die Robert-Bosch- Stiftung jedoch zum 31. März ausgelaufen.

An ihre Stelle trete nun die Eisele-Stiftung, die die Arbeit der Ökologiestation unterstützt, und die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Mit Hilfe dieser beiden Einrichtungen kann die Ökologiestation nun den Schüleraustausch um den Aspekt des naturwissenschaftlichen Arbeitens erweitern.

Werbung


Das Konzept der Ökologiestation funktioniert so: Im Rahmen mehrtägiger Schullandheimaufenthalte leben deutsche und französische Schüler zusammen auf dem Freizeithof Langenhard. Das naturwissenschaftliche Arbeiten ist das Mittel, um die Schüler im Sinne der Völkerverständigung zusammen zu bringen.

Die Themenauswahl steht den Schülern beziehungsweise den Lehrkräften vor der Veranstaltung frei. Themen sind zum Beispiel Wald, Wiese, Feuer, Erde. Nach der Auswahl wird ein entsprechendes individuelles Konzept ausgearbeitet. Die Lerninhalte sind am Bildungsplan orientiert. Vorhandene Sprachkenntnisse sollen dabei ausprobiert, gefestigt und erweitert werden. Zielgruppe sind die 4. Klassen.

Dem dreitägigen gemeinsamen Schullandheim-Aufenthalt geht ein Briefkontakt und gegebenenfalls ein zusätzliches einmaliges Treffen voraus. Der Schüleraustausch wird von den Lehrkräften vor- und nachbereitet.

Auf dem Langenhard wird dann gemeinsam der Alltag gelebt und die Natur untersucht. Zum Beispiel gehen die Kinder am ersten Nachmittag auf eine Schatzsuche in binational gemischten Kleingruppen. Ziel ist es, das Gelände kennen zu lernen, den Einstieg in das Thema spielerisch zu fördern sowie das Kennenlernen der Partnerklasse.

An verschieden Stationen wird dann das ausgewählte Thema bearbeitet. Beim Thema Wiese geht es zum Beispiel um das Beobachten, das Mikroskopieren eines Insektes, das Bestimmen einer Wiesenpflanze, Sprichwörter zum Thema Wiese in Deutschland und Frankreich sowie wichtige Vokabeln im Umgang mit der Partnerklasse.

Weitere Informationen sind unter http://www.oekologiestation-lahr.de zu finden.

Autor: bz