Junge Hände wirbeln über Djembas, Tablas und Congas

Ralph Lacher

Von Ralph Lacher

Sa, 18. August 2018

Maulburg

Ferienprogramm Maulburg: Dorfstüblileiter Tobias Hohenstatter brachte Jungen und Mädchen das Trommeln bei.

MAULBURG (vfsw). Trommeln, egal auf welchem Instrument, vermittelt nicht nur Rhythmusgefühl, sondern gibt auch Einblick in die jeweilige Mentalität und Lebensweise. Aus dieser Einschätzung heraus habe er seinen ersten Beitrag zum Ferienspaßangebot des Dorfstübli bewusst als Trommelworkshop gestaltet, sagte Leiter Tobias Hohenstatter im kommunalen Kinder- und Jugendzentrum "Dorfstübli".

Gekommen war knapp ein Dutzend Maulburger Kinder. Sie fanden eine Vielzahl von Schlaginstrumenten vor im Dorfstübli, wo ihnen Tobias Hohenstatter erst einmal die Grundkenntnisse das Trommel-Einmaleins oder die richtige Spielweise anhand eines Cajon, einer kastenartigen, hölzernen Trommel erklärte. Wo und auf welche Weise die Hände das Instrument berühren sollen, erfuhren die Workshopteilnehmer genauso kindgerecht, einfühlsam und humorvoll wie die elementaren Grundschläge. Dann ging es an weitere Schlaginstrumente, etwa afrikanische Djembas und Congas, Tablas aus Asien, Botrams und Schlitztrommeln aus Europa oder Tambourins aus Amerika. Zu Beginn der vier Stunden klang das Ganze meist noch etwas uneinheitlich, wohl dem unterschiedlich ausgeprägten Rhythmusgefühl der Kinder geschuldet. Doch bald gab es durchaus Gleichklang zu hören. Hohenstatter hatte dabei auch allerlei zu den kulturellen Hintergründen von Trommelmusik erzählt und erläutert, dass Trommeln wohl die ursprünglichste Art menschlicher Musik sei und dass Trommeln im Gegensatz zu den meisten anderen Instrumenten ohne Noten, eben nur nach dem Rhythmusgefühl des Trommlers gespielt werden können.