Meerjungfrauen statt Trachtenträger

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Mi, 21. März 2018

Glottertal

Jugendgruppe der Akkordeon-Trachtengruppe Glottertal zeigt mit Musik und Tanz die Geschichte "Akktragu taucht ab".

GLOTTERTAL Zu einer phantastischen Reise in die Welt unter Wasser lud die Jugendabteilung der Akkordeon-Trachtengruppe Glottertal am Sonntag in die Eichberghalle. "Akktragru taucht ab" lautete der Titel – und statt in heimischen Trachten präsentierten sich die Kleinen in bunten Gewändern. Die Geschichte wurde vom Jugendorchester und dem Hackbrett-Ensemble begleitet.

Einmal traditionell, das andere Mal modern präsentiert sich die Jugendabteilung der Akkordeon-Trachtengruppe, dieses Jahr stand wieder ein "jugendgerechtes Sonderthema" auf dem Programm, wie es Peter Scherzinger, der zweite Vorsitzende formulierte. In der Jugendabteilung wird sowohl musiziert, wie auch getanzt, so dass beide Sparten am Sonntag aktiv waren.

Das Jugendorchester mit seiner musikalischen Leiterin Sibylle Laule, die den Verein auch als Vorsitzende führt, eröffnete das einstündige Spektakel musikalisch. Danach gab Jugendleiterin Sabrina Reichenbach als Erzählerin einen Einblick in die Geschichte.

Die beiden Meerjungfrauen Saphira (Sarah Blattmann) und Rubina (Ronja Reichenbach), beides Töchter von Meerkönig Triton, leben auf dem Meeresgrund der tiefen See. Als die beiden Prinzessinnen zehn Jahre alt sind, dürfen sie das erste Mal an die Meeresoberfläche. Diesen Tag sehnten sie lange herbei, so hatten sie schon gehört, dass es dort oben Musik gibt und die Menschen dazu tanzen. Aber: Die beiden Prinzessinnen haben keine Füße und können deshalb nicht tanzen. Eine Möglichkeit gibt es für die Königstöchter: Die beiden schrecklichen Meereshexen Marydeth (Laura Reichenbach) und Arisona (Joelina Haberstroh) können ihnen Beine machen.

So nehmen die beiden Prinzessinnen und Meerjungfrauen ihren ganzen Mut zusammen, suchen die Meereshexen in ihrem dunklen Verlies am Meeresgrund auf und bitten sie, ihnen Füße zu geben, damit sie tanzen können. Die beiden Hexen haben schließlich ein Einsehen, unter der Bedingung, dass sie sie fortlaufend besuchen müssen, sechs Tagen können sie tun und lassen, was sie wollen, also mit den Kindern an Land Musik hören und dazu tanzen und am siebten Tag müssen sie die Hexen besuchen, damit auch diese nicht so alleine sind.

Die Geschichte voller Höhen und Tiefen wurde begleitet von fröhlichen Tänzen und den Musikerinnen und Musiker mit ihren Akkordeons und dem Hackbrett. Beim großen Finale spielte das Jugendorchester den "Piraten Tanz" und die Kinder der verschiedenen Tanzgruppen tanzten dazu. So kamen am Sonntag viele unterschiedliche Tänze zur Aufführung, und auch wenn sich die rund 50 Beteiligten nicht in ihrer traditionellen Glottertäler Tracht zeigten, war es gleichwohl ein buntes und farbenfrohes Spektakel. Eingebettet in die von den beiden Jugendleiterinnen Sabrina Reichenbach und Stefanie Wisser einstudierte und organisierte Aufführung waren Ehrungen, die Sibylle Laule aussprach und Urkunden überreichte.
Ehrungen: Leonie Lourinho ist seit zehn Jahren in der Akkordeon-Trachtengruppe aktiv. Seit fünf Jahren dabei sind: Luis Ben Berger, Marina Botakova, Josephine Eberle, Yusuf Güleryüz, Wiliam Lafleche-Schulz, Sophia Schmieder und Davis Warga.