Mehr als 5000 Euro erlaufen

Georg Voß

Von Georg Voß

Fr, 28. Juli 2017

Sexau

Hohes Spendenaufkommen beim Spendenlauf der Grundschule Sexau.

SEXAU. Sage und schreibe 5485,31 Euro kamen beim Spendenlauf von insgesamt 120 Schüler und Schülerinnen der Grundschule Sexau zusammen. Es könnten noch 500 bis 600 Euro mehr werden, da noch nicht alle Schüler ihre Listen den Sponsoren vorgelegt haben. "Ich bin baff", sagte die Lehrerin Julianne Bacherer.

Mit viel Spaß, Ausdauer und Enthusiasmus gingen die Grundschulkinder an den Start am nur teilweise verregneten Montagmorgen. Auch Gehen war erlaubt. Rechtzeitig zum Startbeginn ließ dann auch der Regen nach. Zuerst liefen die Schüler und Schülerinnen der Klassen eins und zwei und schließlich die der dritten und vierten Klasse. Pro gelaufene Runde um die Schule und Turnhalle herum gab es einen Strich und je nach Sponsor bekamen die Schulkinder dafür einen Geldbetrag von 50 Cent bis zu einem Euro. Dafür hatte jeder Gruppe dreißig Minuten Zeit. Die Lehrerinnen der Grundschule hielten dies alle schriftlich fest. So brauchten die Schüler und Schülerinnen ihre Ergebnisse nur den Sponsoren vorlegen. Die Spenden wurden am Mittwoch im Rahmen eines Gottesdienstes an die Lehrerin Rosemarie Giese übergeben, die mit Ende dieses Schuljahres auch in Pension gehen wird.

Lehrerin Rosemarie Giese kehrt nach Simbabwe zurück

Sie wird im September wieder nach Simbabwe zurückkehren. "Ich habe dort mit Familie von 1989 bis 1998 gelebt", sagt sie. In Chitungwiza, rund 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Harare, hat sie ein kleines Farmgelände erworben, auf dem eine Schule entstehen soll. Das Projekt heißt "Child Development Center Harare" mit dem Ziel, Kinder gering verdienender oder arbeitsloser Eltern durch den Besuch einer Vorschule (Early Child Development) und Primarschule (Primary Scholl) pädagogisch zu betreuen und auf den Besuch einer Sekundarschule (Secondary School) vorzubereiten.

Organisiert und administriert wird dieses Projekt von der Stiftung "Die Brücke" mit Sitz in Emmendingen", die Einkommen schaffende Maßnahmen, Gesundheit und Bildung in extrem armen Ländern dieser Erde als Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig und wirksam fördern will. Auch die Schüler und Schülerinnen konnten mit ihrem Spendenlauf so konkret erfahren, dass mit ihrem Tun etwas bewegt werden kann.